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Anschlag auf Teterower Weihnachtsbaum

Entsetzen am Morgen in Teterow: Über Nacht hatten sich Unbekannte am große Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz die Spitze gekappt. Die Polizei musste aber offenbar nicht lange nach den Tätern suchen.

Dem Weihnachtsbaum auf dem Teterower Markt wurde über Nacht die Spitze abgesägt.
Eckhard Kruse Dem Weihnachtsbaum auf dem Teterower Markt wurde über Nacht die Spitze abgesägt.

Weram Morgen auf den Marktplatz von Teterow kam, sah statt einer prächtigen Tanne nur noch einen verstümmelten Weihnachtsbaum. "Jemand war in den Weihnachtsbaum geklettert und hat mit einem Fuchsschwanz die Spitze abgesägt", sagte Adolf Schlaak, Leiter der Teterower Kommunaltechnik. Der obere Teil des Baumes stürzte mitsamt der Lichterkette auf den Markt. Dort lag sie auch in den Morgenstunden noch. Deswegen kann Schlaak Weihnachtsbaumdiebe als Täter ausschließen.

Es gibt auch einen Zeugen für den Weihnachtsbaumfrevel, weiß Schlaak. Der habe in der Nacht zwichen 2 und 3 Uhr gesehen, wie jemand auf dem Hechtbrunnen stand und die Sägeaktion gefilmt hat. Dann sei die Baumspitze umgekippt und anschließend ein Mann aus dem Baum gesprungen.

Gegen Mittag meldete die Kripo bereits, es seien drei Personen aus Teterow festgenommen worden. Am späten Nachmittag hieß es dann, die Kriminalisten seien auf einen 20 Jahre alten Teterower gestoßen, der in Marktnähe wohnt. Er legte eine Geständnis ab und räumte ein, auch drei Weihnachtsbaumkugeln vor der Tür der Buchhandlung Steffen gestohlen zu haben, hieß es von der Kripo.

Der 20-Jährige erklärte, dass er die Säge gemeinsam mit einem 19-Jährigen aus dem Umkreis von Teterow angesetzt hatte. Die beiden Heranwachsenden sind der Polizei bereits bestens bekannt. Sie waren schon öfter mit "jugendtypischen" Straftaten wie Körperverletzung und Diebstahl aufgefallen. Als Motiv für die Attacke auf den Weihnachtsbaum gibt die Polizei "jugendlicher Leichtsinn" in Verbindung mit Alkoholgenuss an. Der 20-Jährige gab an, dass er eine halbe Flasche Wodka und mehrere Bier getrunken hatte.

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Kommentare (1)

Statt der obligatorischen Geldstrafe die wohl eher wenig Wirkung zeigen wird würde ich die beiden zu 40 Stunden gemeinnütziger Arbeit im Wald verknacken - mit Bäumen kennen sie sich ja bereits aus. Beim Holzhacken könnten sie ihre überschüssige Energie mal richtig abreagieren und die vernebelte Birne würde auch mal wieder richtig durchgelüftet.