Unsere Themenseiten

:

Asylbewerber bei Dorffest angegriffen

Die Polizei musste die Asylbewerber vor den Übergriffen schützen und wurde schließlich selbst attackiert.
Die Polizei musste die Asylbewerber vor den Übergriffen schützen und wurde schließlich selbst attackiert.
Karl-Josef Hildenbrand

Bei einem Dorffest nördlich von Teterow gingen fünf Personen aus der rechten Szene auf Asylbewerber und Polizisten los. Die Polizei musste Reizgas einsetzen.

Zu einem fremdenfeindlichen Angriff ist es am Sonntagmorgen beim Dorffest in Sukow-Marienhof nördlich von Teterow gekommen. Sieben Asylbewerber aus Ägypten und Albanien wurden um 3.30 Uhr von einer Gruppe umringt, teilte die Polizei mit. Die fünf Personen sollen erheblich alkoholisiert gewesen sein. Die Männer, die der regionalen rechten Szene angehören oder ihr nahe stehen sollen, bedrängten die Asylbewerber. Einer der Tatverdächtigen griff einen albanischen Migranten direkt an und versetzte ihm einen Kopfstoß.

Zwei Polizisten aus dem Teterower Revier stellten sich nach ihrem Eintreffen vor die Flüchtlinge und verhinderten damit weitere Übergriffe. Die sieben Asylbewerber konnten den Ort verlassen. Sie wurden von Einheimischen in ihre Unterkunft begleitet. Die Männer aus der rechten Szene ließen ihre Wut jetzt offenbar an den Polizisten aus. Die Beamten konnten sich nur durch den Einsatz von Reizgas in Sicherheit bringen und forderten Verstärkung aus den umliegenden Revieren an. Bis diese eingetroffen waren, konnten die fünf Randalierer aber flüchten. Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Weiterführende Links