IN UNTERKUNFT SCHWER VERLETZT

Asylbewerber denkt nach Attacke an Rückkehr

Drei Jahre lang lebt Muhammad Ahmed Abdi nun schon in Deutschland. Am Herrentag wurde der Somalier in der Asylunterkunft in Jürgenstorf schwer verletzt.
Der Asylbewerber Muhammad Ahmed Abdi aus Somalia zeigt seine Wunden. Er wurde in der Jürgenstorfer Unterkunft von einem L
Der Asylbewerber Muhammad Ahmed Abdi aus Somalia zeigt seine Wunden. Er wurde in der Jürgenstorfer Unterkunft von einem Landsmann am Herrentag mit einer Flasche attackiert. Eckhard Kruse/ZVG
Jürgenstorf.

Der Herrentag 2020 wird für Muhammad Ahmed Abdi für immer ein schrecklicher Tag bleiben. Gegen 15 Uhr wurde der 38-jährige Mann aus Somalia von einem Mitbewohner im Jürgenstorfer Flüchtlingsheim mit einer zerschlagenen Bierflasche attackiert. So berichtete er es der Polizei und auch dem Nordkurier. Abdi erlitt viele Schnittwunden am Körper. Er musste für einige Tage im Demminer Krankenhaus bleiben. Der Beschuldigte, ein 19-Jähriger Somalier, sitzt seit dem Herrentag in der JVA Neustrelitz in Untersuchungshaft.

Wie oft sein Mitbewohner auf ihn eingestochen hat, das kann Muhammad Ahmed Abdi gar nicht mehr sagen. Doch auf den Fotos, die er zeigt, ist sein Rücken mit Wunden übersät. Sie wurden im Krankenhaus genäht oder getackert und mit Verbänden zugedeckt. Auch am Oberschenkel hat der 38-Jährige lange Schnittwunden. „Der Arzt hat gesagt, dass ich Glück gehabt habe“, sagte er auf Englisch. Denn die Flasche sei bis kurz vor die Hauptschlagader in sein Bein eingedrungen. Die Polizei berichtete auch von einem Hämatom am Kopf. Doch auch sein Mitbewohner habe im Gerangel Schnittverletzungen am Bein davongetragen.

Angreifer schon mehrfach aufgefallen

Dass sein Flurnachbar auf einmal auf ihn losgegangen ist, das wundert Abdi noch immer. Der 19-Jährige habe ohne erkennbaren Grund mit der zerbrochenen Bierflasche auf ihn eingestochen. Er habe Worte gesagt, die übersetzt „Ich mache dich fertig!“ oder „Ich erledige dich!“, bedeuten. Der ältere Somalier habe den jüngeren erst niederschlagen können. Doch im anschließenden Kampf mit dem 19-Jährigen habe er die vielen Wunden bekommen. Der Beschuldigte war in Deutschland schon öfter aufgefallen. Er habe sich auch mit Bewohnern in anderen Unterkünften nicht gut vertragen, hieß es am Herrentag im Polizeibericht. Ob es sich aber genauso zugetragen hat, wie Abdi beschreibt, das kann die Polizei noch nicht sagen. Die Kriminalisten in Malchin befragen derzeit noch die Beteiligen und Zeugen, informierte eine Polizeisprecherin.

Muhammad Ahmed Abdi überlegt nach dem Vorfall nun, ob er wieder nach Somalia zurückkehrt. „Ich habe das Gefühl, dass auch in Deutschland mein Leben nicht sicher ist“, sagte er. Abdi berichtete, dass er schon in Somalia von der militanten islamischen Miliz „Al Shabaab“ festgenommen worden ist. Seine Familie habe damals viel Geld bezahlt, damit er freikommt. Deswegen ist für ihn nicht ausgeschlossen, dass der 19-Jährige möglicherweise aus dieser Miliz stammt und den Auftrag hatte, ihn zu töten. Mit den anderen Asylbewerbern habe er nach eigener Einschätzung ein gutes Verhältnis.

Trotz Kindern aus Schweden fortgeschickt

Heute ist Abdi nach seinen Erzählungen zwölf Jahre in Europa. Seine Reise führte ihn laut eigenem Bericht von den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Somalia, Dänemark und Schweden, wo er heute Kinder hat. Er kam erneut nach Dänemark und im Jahr 2017 nach Deutschland. Nun wartet er in Jürgenstorf, dass es eine Lösung für seinen Asylantrag gibt. Zu Himmelfahrt gab es dann die blutige Attacke des Mitbewohners. Die hat ihn offenbar auch innerlich schwer getroffen, sodass der 38-jährige Somalier jetzt darüber nachdenkt, ob er zur Ausländerbehörde geht und seinen Asylantrag zurückzieht. Dann solle man ihn in ein Flugzeug setzen und nach Somalia zurückfliegen. Denn es sei egal, ob er in Deutschland oder in Afrika bedroht werde.

„Ich habe mein Leben in den Emiraten verloren“, meinte Abdi. Er ist traurig, dass er in Dänemark und Schweden zwar ein neues Leben beginnen konnte, aber trotzdem nicht in diesen Ländern bleiben durfte. „Sie haben weder auf mein Leben noch auf das Leben meiner Kinder geachtet, die ohne den Vater aufgewachsen sind“, sagte er. Und er wird das Gefühl nicht los, dass den Somaliern vom Westen nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird.

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Kommentare (12)

Lebt der immernoch im Asylheim und beherrscht die deutsche Sprache nicht oder nicht ausreichend um zu kommunizieren.
So sieht die vorgepredigte Integration aus und das ist die blanke Realität.
Ganz große Klasse!
Wir schaffen das!

Weil er die dänische Sprache beherrscht und in der Schule die 9 Klasse besucht hat.
Die Aufenthaltserlaubnis wurde jedoch entzogen.
Er War auch in Schweden und er hat die Sprache gelernt.
Was bringt das zu Ihm, wenn er die deutsche Sprache beherrscht?
(gar nichts)
Er ist immer noch im Asylheim, weil er auf den Transfer wartet.

Bitte immer groß denken und nicht Vorurteil

Rassismus - - das der Täter noch in D ist und sich auf Kosten der Steuerzahler ausleben darf - 3 Monate Knast, danach lebenslange Einreise Sperre - der Aufenthalt im Knast, egal aus welchen Gründen ist für Viele das Alibi die Zeit des Aufenthalts in D zu überbrücken und abzusichern um ein Bleiberecht zu erwirken

bereiten Leute wie Ote Erwerth und Onyx.

Den Nährboden legt sich die Regierung schon selbst. Das brauche ich nicht machen.
Wer bei solchen Tatsachen, es sind nunmal zum überwiegenden Teil Fälle wie der im Artikel genannte, noch an die Mär von Integration glaubt, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.
Finden Sie es vollkommen normal, dass intergrationswillige Asylbewerber DREI Jahre in Deutschland leben und nicht ausreichend der deutschen Sprache mächtig sind bzw. keiner Arbeit nachgehen und keine eigene Wohnung haben?
Wer ist daran Schuld? Ote Ewerth, Ich, die "Rassisten" oder vielleicht der Gastgeber und der Gast selbst?
Wenn Ihnen die Argumente zum Diskutieren ausgehen, ist gleich jeder ein Rassist. Das ist ja mittlerweile in Deutschland zur perversen Normalität geworden. Pommernschaedel, Sie und Gleichgesinnte, Sie schaffen das schon. Viel Erfolg!

unterlassen Sie das - andere Kommentatoren mit falschen Sachverhalten zu überziehen, das kann ins Auge gehen -

auch noch eine Drohung.

die Kommentare der Betreffenden in den letzten Wochen ansieht, wird wohl kaum zu einer anderen Einschätzung kommen!

die Listen sie mir mal auf von den letzten Wochen - unterlassen Sie das-!!!

Wer soll denn das Lesen können?
Ich fordere den Deutschtest zur Einbürgerung bei Ihnen.
Und bei Nichtbestehen: Ausweisen!!!

Tobt sich der braune Mob in den Kommentarspalten aus.

Hass und Hetze.
Mehr können diese Faschisten nicht.

Und immer und immer wieder sind es die selben.
Die Namen sind bekannt. Da helfen auch keine Fake Profile.

Fuck Off Fascist Scum

Weil er die dänische Sprache beherrscht und in der Schule die 9 Klasse besucht hat.
Die Aufenthaltserlaubnis wurde jedoch entzogen.
Er War auch in Schweden und er hat die Sprache gelernt.
Was bringt das zu Ihm, wenn er die deutsche Sprache beherrscht?
(gar nichts)
Er ist immer noch im Asylheim, weil er auf den Transfer wartet.

Bitte immer groß denken und nicht Vorurteil