Tag der geschlossenen Tür – auch bei 30 Grad. Malchins Peenebad hat den gesamten Mai über noch zu.
Tag der geschlossenen Tür – auch bei 30 Grad. Malchins Peenebad hat den gesamten Mai über noch zu. Torsten Bengelsdorf
Erfrischten sich zumindest mit den Füßen an der Teterower Badestelle: die Rettungsschwimmer Kim Assmann und Jö
Erfrischten sich zumindest mit den Füßen an der Teterower Badestelle: die Rettungsschwimmer Kim Assmann und Jörg Köhler. Thomas Koch
Freibad-Saison

Auch bei 30 Grad in Malchin noch immer Badeverbot

Am Donnerstag war so richtig schönes Badewetter. Das bekamen die Freibäder in Stavenhagen und Teterow zu spüren. Nur im Peenebad Malchin kann man sich noch nicht nass machen.
Malchin

30 Grad im Schatten – der erste richtige Sommertag in diesem Jahr. Da konnte es am Donnerstag nur eines geben: Hinaus in die Freibäder. Zum Beispiel ins Malchiner Peenebad. Das Tor ist zwar verschlossen, doch der neue Schwimmmeister Maik Mahler kommt gleich persönlich an die Tür. „Wollen Sie hier rein?“ Gute Frage bei diesem Schwitzwetter. Doch Mahler muss enttäuschen: Das Peenebad hat noch geschlossen.

Immerhin einen Blick hinein darf man werfen. Malchins Riesenbadewanne ist mittlerweile nun schon voll mit Wasser, das nur eben noch nicht gechlort ist. Die Wasseraufbereitung wird gerade noch von Chlorgas aus Chlorgranulat umgestellt. Und deshalb herrscht noch Badeverbot. Aber kann man bei 30 Grad nicht mal eine Ausnahme machen? Nein, macht Mahler unmissverständlich klar. „Dann kriegen Sie und ich Ärger!“ Und das wollen wir ja nicht.

Peenebad öffnet erst am 1. Juni

Zu erfahren ist dann aber doch noch, dass das Badewasser derzeit 15 Grad hat. Was natürlich nun erst recht verlockend klingt. Und wann wird denn nun endlich aufgemacht im Peenebad? Am 1.  Juni, antwortet der Chef. Aber besser vorher noch mal anrufen.

Als der neue Schwimmmeister erfährt, dass er da gerade mit dem Nordkurier gesprochen hat, zeigt Mahler, wer im Peenebad das Sagen hat. Keine Auskünfte gegenüber der Presse. Anweisung aus dem Rathaus. Bitte wieder vor das Tor treten. Das war es dann mit dem Bad im Peenebad.

Schon seit Tagen weit geöffnet sind dagegen die Tore am Teterower Naturbad. Am 1.  Mai hat hier die Saison ganz offiziell begonnen. Kim Assmann und Jörg Köhler wären hier am Donnerstag am liebsten gleich am Morgen ins Wasser gesprungen. Das mussten sie sich aber für den Feierabend aufheben. Die beiden Mitarbeiter des Arbeiter-Samariter-Bundes sind Rettungsschwimmer und kümmern sich am Teterower Strand um die Sicherheit der Badegäste. Von denen ließen sich gestern schon eine ganze Menge sehen. Und sie nahmen nicht nur ein Bad in der Sonne, sondern zogen auch ihre Bahnen im 18 Grad warmen Wasser des Teterower Sees.

Erstmals mehr als 100 Tagesgäste am Teterower See

Der bisherige Tagesbesucherrekord vom 11. Mai, als hier 70 Gäste gezählt wurden, wurde am Donnerstag um Längen geschlagen. Am Ende des Tages lag die Besucherzahl erstmals über 100. Und auch Kim Assmann und Jörg Köhler konnten dem erfrischenden Nass im Laufe ihres Arbeitstages dann doch nicht so ganz widerstehen. Zumindest mit den Füßen ging’s bei Außentemperaturen von 28 Grad noch rein ins erfrischende Wasser.

Reger Betrieb herrscht auch im Waldbad in Stavenhagen. In den ersten zwei Wochen nach Saisoneröffnung kamen bereits über 3000 Besucher ins Freibad. Vor allem an den Nachmittagen sei das Bad bei diesem Wetter gut gefüllt. „Wir sind zufrieden“, sagt Leiter Stefan Hamann. Besonders die neue Edelstahl-Rutsche werde sehr gut angenommen.

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