So eine ausgelassene Begeisterung und Lebensfreude wie noch im November wird man in den Karnevalshochburgen Jördenstorf u
So eine ausgelassene Begeisterung und Lebensfreude wie noch im November wird man in den Karnevalshochburgen Jördenstorf und Gielow im Februar nicht erleben (Archivbild). Thomas Koch
Abgesagt

Auch in Jördenstorf und Gielow gibt es keine Faschingspartys

Nach Neukalen haben jetzt auch die Karnevalsvereine in Gielow und Jördenstorf ihre für den nächsten Monat geplanten Faschingspartys abgesagt.
Teterow

Gielows Karnevalspräsident Volker Friedrichs hat in dieser Woche Geburtstag gefeiert. Familie, Freunde und Arbeitskollegen haben ihn reichlich beschert zu seinem 65. Wiegenfest. Ein Wunsch wird für das Gielower Faschingsoberhaupt aber nicht in Erfüllung gehen: Auf die große Karnevalssause in seinem Heimatdorf, die Ende des nächsten Monats gefeiert werden sollte, müssen Friedrichs und seine Mitstreiter wieder einmal verzichten. Schweren Herzens habe der Verein in den vergangenen Tagen diesen Entschluss gefasst.

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Online-Programm als Ersatz

„Normalerweise würden wir jetzt mittendrin stecken in den Vorbereitungen. Aber in der gegenwärtigen Situation macht das keinen Sinn“, bedauert Friedrichs. Schon im vergangenen Jahr mussten die Jecken aus dem Dorf unweit von Malchin die drei tollen Tage wegen der Coronakrise sausen lassen. Als Ersatz für alle Freunde des Gielower Karnevals gab es ein kleines Online-Faschingsprogramm. Darauf soll es auch Ende Februar wieder hinauslaufen, kündigt der Präsident an.

Das soll es aber noch lange nicht gewesen sein. Wie schon die Neukalener Jecken will auch der Gielower Verein im Sommer eine Faschingsparty starten. Schließlich steht in diesem Jahr ein Jubiläum ins Haus: Gielow feiert den 25. Karneval der dritten Generation. Dritte Generation deshalb, weil im Dorf in den vergangenen Jahren immer wieder Faschingspausen eingelegt wurden. Gefeiert werden soll voraussichtlich im Monat Juni und losgelöst vom Gielower Dorffest, das für gewöhnlich Anfang Juli auf dem Terminkalender steht. „Im Rahmen des Dorffestes würde unsere Fete sicher untergehen. Und das möchten unsere Fans und auch wir nicht“, erklärt Friedrichs.

Verein verspricht dennoch eine große Sause

Die erwartete Hiobsbotschaft hat in dieser Woche auch der Jördenstorfer Karnevalsverein verkündet. Nach dem stimmungsvollen Auftakt der fünften Jahreszeit im November sind auch hier alle für den Februar geplanten Feiern abgesagt worden. „Wie gern hätten wir ausgelassen gefeiert, allen Gästen mit unseren Sketchen die Tränen in die Augen getrieben und unsere neuen Tänze präsentiert. Leider macht uns Corona wieder einen Strich durch die Rechnung“, sagt der beim Jördenstorfer Karnevalsclub für Öffentlichkeitsarbeit verantwortliche Norman Pehl. Aber er gibt ein Versprechen ab: „In diesem Jahr wird trotzdem und erst recht unser traditionelles „JöFa-Helau“ durch die Gemeinde schallen. Alle Freunde unseres Clubs können sich sicher sein: Wir lassen uns was einfallen“, stellt Pehl in Aussicht.

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