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Auch ohne Arbeitskampf gibt’s Stress für Zugreisende

Am Teterower Bahnhof müssen Reisende Umwege und zusätzliche Zeit einplanen.
Am Teterower Bahnhof müssen Reisende Umwege und zusätzliche Zeit einplanen.
Eberhard Rogmann

Das Streikende bei der Bahn findet in Teterow nur ein gedämpftes Echo. Die nächsten Behinderungen für Reisende sind hier absehbar: Bauarbeiten an den Gleisen. Ein Ersatzbahnsteig am Glasower Weg ist nur über einen Umweg zu erreichen.

Wenn die Züge nach dem überraschenden Ende des Lokführerstreiks ab Freitag wieder nach Fahrplan verkehren, müssen Reisende in Teterow trotzdem etwas mehr Zeit einplanen, um auf den Bahnsteig zu gelangen. Wenn sie in Richtung Güstrow fahren, bleibt ihnen ein Umweg nicht erspart. Den Zug erreichen sie nämlich nicht wie gewohnt vom Bahnhof aus. Vielmehr können sie nur jenseits der Gleisanlagen vom Glasower Weg aus zusteigen. Hier wurde in den vergangenen Tagen eigens ein Behelfsbahnsteig an Gleis 3 errichtet.

Es handelt sich um eine massive Metallkonstruktion. Bei Dunkelheit wird die Plattform von acht Laternen beleuchtet. Zu diesem Zweck wurde extra ein Stromkabel von der Verteilung am Bahnübergang in der Malchiner Straße verlegt. Apropos Bahnübergang. Den sollte man unbedingt berücksichtigen. Auf den letzten Drücker den Zug im Sprint noch zu erreichen, wie das am regulären Bahnhof leicht gelingt, könnte hier unmöglich sein. Da sind im wahrsten Sinne des Wortes Schranken vor.

Kompliziert, hier ein Ticket zu kaufen

Zu bedenken ist des Weiteren, dass der Behelfsbahnsteig als Provisorium auf Zeit angelegt ist und sich dort kein Fahrkartenautomat befindet. Wer also ein Ticket benötigt, müsste sich selbiges zuvor am Gleis 1 beim Bahnhof lösen und dann vorlaufen bis zum Bahnübergang am Malchiner Damm und dann die gleiche Strecke auf der anderen Seite der Gleise zurück zum Behelfsbahnsteig.

Wann genau die Arbeiten am Gleis 2 beginnen, konnte Bahnsprecher Gisbert Gahler  noch nicht sagen. Das Hin und Her um den laufenden Streik der Lokführer hatte seine Auswirkungen eben auch in der Kommunikationsabteilung des Konzerns. „Wir werden in jedem Fall die Reisenden zeitnah über die anstehenden Veränderungen informieren“, sicherte Gahler zu. Das schließe auch den Umfang der Arbeiten am durchführenden Gleis ein sowie die dafür eingeplanten Zeitabläufe.