STREIT UM WALDARENA

Ausbau der Waldarena Malchin bleibt ungewiss

Ob sich der Club-Vorstand der Malchiner Motoballer und der Waldarena-Pächter wohl noch einig werden? Davon hängt auch ab, wie es mit dem Veranstaltungs-Areal weitergeht.
Torsten Bengelsdorf Torsten Bengelsdorf
Solche Bilder wie am vergangenen Sonntag wollen viele Malchiner auch künftig in ihrer Stadt sehen.
Solche Bilder wie am vergangenen Sonntag wollen viele Malchiner auch künftig in ihrer Stadt sehen. Torsten Bengelsdorf
Malchin.

Es hat wieder nicht geklappt: Die „Kobras“ hatten am Sonntagnachmittag in der Waldarena nicht genügend Biss und wurden von „Tornado“ Kierpse mit 1:7-Toren vom Platz gefegt. Auch der Aufruf an die Fans und Freunde des Malchiner Motoballs, der Mannschaft und dem Verein besondere Unterstützung zu zeigen, hat zumindest auf dem Spielfeld nicht viel genützt. Am Rande der Begegnung waren allerdings mehrere Seiten mit Unterschriften zusammengekommen, mit denen ein Verbleib der Sportart in Malchin gefordert wird. Die Listen sollen jetzt Bürgermeister Axel Müller (CDU) übergeben werden. Doch was kann der im Streit zwischen dem „Kobra“-Vorstand und Waldarena-Veranstalter Reinhard Hassemer ausrichten?

Vielleicht den Clubchef und Reinhard Hassemer zu einem Gespräch einladen, bei dem beide versuchen, doch noch auf einen Nenner zu kommen, meinte Müller am Montag. Die Stadt hat ihre Waldarena für 33 Jahre verpachtet. Der Vertrag sei dahingehend extra auf Wunsch des „Kobra“-Klubs geändert worden, der mit dem Hauptpächter einen Untermietvertrag hat. Der Klub will nun aber den Hauptvertrag haben, um an Fördermittel zu kommen. „Man müsste einmal mit dem Fördermittelgeber reden, ob das überhaupt nötig ist oder der Untervertrag nicht vielleicht auch ausreicht“, gibt Müller zu bedenken.

Keine Zusagen an Teterower Klub

Die Stadt plane derzeit keine eigenen Investitionen in der Waldarena, obwohl die dringend nötig wären. So müsste der Eingangsbereich vernünftig gestaltet werden und die Spieler benötigen ein Sanitärgebäude. Der Motorsportclub will für den Platz Mittel des ADAC beantragen, was Reinhard Hassemer wiederum ablehnt. Zu einem Rücktritt vom Hauptpachtvertrag sei er nur bereit, wenn er die Waldarena-Veranstaltungen wie Biker-, Oldtimer- oder Lkw-Treffen in seiner Hand behält, was dann mit den „Kobras“ vertraglich geregelt werden müsse, stellt sich Hassemer vor.

Unterdessen wies „Kobra“-Club-Chef Thomas Weggen darauf hin, dass es noch keinerlei Zusagen im Falle eines Wechsels zur Teterower Speedway-Arena gegenüber dem dortigen Klub gebe. Eine Reihe von Fans hatte am Sonntag angekündigt, den Schritt nach Teterow nicht mitgehen zu wollen. Es gab aber auch andere Meinungen.

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