DUBIOSE GESCHÄFTE

Awo-Spitze erklärt Rücktritt

Nun hat es auch den Regionalverband Demmin erwischt. Weil sie mit ihren Firmen prächtig von Awo-Aufträgen profitiert haben, legen der Vorstandsvorsitzende und sein Stellvertreter ihre Ämter nieder.
Lässt bei der Awo den Hammer fallen: Regionalvorstandschef René Malgadey aus Malchin.
Lässt bei der Awo den Hammer fallen: Regionalvorstandschef René Malgadey aus Malchin. Kirsten Gehrke
Stavenhagen.

Rücktrittswelle im Awo-Regionalverband Demmin: Nach monatelanger Kritik an dubiosen Austragsvergaben haben der Vorstandsvorsitzende René Malgadey und sein Stellvertreter Frank Rech ihre Ämter niedergelegt. Beide hatten in den vergangenen Jahren mit ihren Firmen im erheblichen Umfang von Aufragsvergaben des Awo-Regionalverbandes profitiert. So ist Malgadey mit seinem Computerservice für die EDV-Ausstattung des Verbandes zuständig. Rech hatte mit seinem Unternehmen Bauplanungen für mehr als ein Dutzend Awo-Einrichtungen übernommen. Auf diese Weise waren auch Fördermittel, die die Awo regelmäßig für ihre Großprojekte einstreicht, in die Taschen der Vorstandsspitze geflossen.

Bereits Anfang Januar hatte der SPD-Landtagsabgeordnete Thomas Krüger den Awo-Vorstand verlassen. Er begründete dies mit seinen neuen Aufgaben als Fraktions-Chef im Schweriner Landtag. Neuer Vorsitzender des Demminer Awo-Regionalverbandes ist Julien Radloff, der auch bisher bereits dem Vorstand angehörte.

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