Komplett-Erneuerung

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B104 in Teterow bald Großbaustelle

In der Ortsdurchfahrt Teterow ist die Bahnhofstraße der letzte Abschnitt, dem eine grundhafte Erneuerung bevorsteht. Nach Ostern sollen die Arbeiten hier anlaufen.
In der Ortsdurchfahrt Teterow ist die Bahnhofstraße der letzte Abschnitt, dem eine grundhafte Erneuerung bevorsteht. Nach Ostern sollen die Arbeiten hier anlaufen.
Eberhard Rogmann

Auf gut eine Million Euro sind die Kosten für Baumaßnahmen an der B 104 in Teterow veranschlagt. Insbesondere für Fußgänger sollen dabei Problembereiche entschärft werden.

Unruhige Monate stehen den Bewohnern der Bahnhofstraße in Teterow wie jenen in der von-Thünen-Straße bevor. Erstere werden anstelle des stetigen Fahrzeugstroms vor ihren Häusern künftig das Dröhnen von Baumaschinen aushalten müssen. Durch die Thünenstraße wird während der Bauzeit der Pkw-Verkehr auf der B  104 umgeleitet. Schwere Lastfahrzeuge jedoch werden in gewohnter Weise über Dahmen (Landesstraße 20) geleitet. Bereits im April könnten aus heutiger Sicht die Bauarbeiten starten.

Den Anfang machen die Tiefbauer. Sie werden die Mischkanalisation durch ein Trennsystem von Schmutz- und Regenwasser ersetzen. Bei dieser Gelegenheit werden die Stadtwerke Versorgungsleitungen für Gas und Strom erneuern sowie ein Breitbandkabel verlegen, zeigt Gerd Strasen von der Ingenieurgruppe Teterow auf. Diese hat die Planung und Koordinierung der umfangreichen Baumaßnahmen übernommen. Immerhin gilt es die Belange des Straßenbauamts Stralsund, des Zweckverbands Wasser/Abwasser Mecklenburgische Schweiz, der Stadtwerke und der Stadt Teterow unter einen Hut zu bringen.

Zebra-Streifen am Lidl-Markt

Gut ein Drittel der Investitionskosten von mehr als einer Million Euro entfallen auf den Straßenbau. Der erstreckt sich vom Ende der Niels-Stensen-Straße bis kurz vor die Einmündung auf die Malchiner Straße. Neben der Erneuerung der Fahrbahn wird auf beiden Seiten derselben ein kombinierter Geh- und Radweg angelegt. Wie Strasen des Weiteren informiert, werde in Höhe der Zufahrt zum Lidl-Markt ein Fußgängerüberweg eingerichtet. Die kreisliche Verkehrsbehörde habe dafür ihre Zustimmung gegeben. Damit ist sie einer seit Jahren erhobenen Forderung nachgekommen.

Ob die sogenannte Mühlenkurve an der Einmündung in die Malchiner Straße in diesem Zuge auch entschärft wird, steht noch nicht fest. Hier haben es insbesondere Sattelzüge schwer, oft müssen sie auf die Gegenfahrbahn schwenken. Diesbezüglich befinde man sich noch in der Prüfung. Eine Verkehrszählung läuft derzeit.

Verkehrsinsel verschwindet

Neu gestaltet wird zudem der Bahnhofsvorplatz. Das Areal vor dem Bahnhofsgebäude erhält ein Granitpflaster. Die Verkehrsinsel verschwindet. Eine besondere Trennung von Fahrbahn und Freifläche wird es nicht geben. Ebenso keinen direkten Übergang für Fußgänger im Scheitel der Kurve. Das sieht mancher als höchst problematisch. Fraglos sei eine Straßenquerung auf der Geraden in der Stensen- oder Bahnhofstraße sicherer. Ob sich die Passanten aber daran halten, wird bezweifelt. Am Sowjetischen Friedhof im Kurvenscheitel wird der Gehweg breiter ausfallen. Die Hecke dort wird entfernt und durch eine neue jenseits des Zaunes auf dem Friedhofsareal ersetzt.