ARBEITEN AM VEREINSHAFEN

Bagger frisst sich durch Sand-Wälle im Peenekanal

Damit die Malchiner Segler mit ihren Booten bald ohne Hindernisse in den Vereinshafen Gorschendorf einlaufen können, haben Baggerarbeiten begonnen. Doch mit dem Saisonstart müssen sie wegen Corona noch warten.
Mit einem Schwimmbagger trägt Maschinist Dirk Bebenroth die Sand-Wälle am Vereinshafen der Malchiner Segler ab.
Mit einem Schwimmbagger trägt Maschinist Dirk Bebenroth die Sand-Wälle am Vereinshafen der Malchiner Segler ab. Kirsten Gehrke
Mit dem Baggerlöffel wird der angesammelte Schlick aus dem Wasser geholt.
Mit dem Baggerlöffel wird der angesammelte Schlick aus dem Wasser geholt. Kirsten Gehrke
Auch im Innenbecken an der Steganlage haben sich Sandschichten festgesetzt. Das Becken soll auf 1,50 Meter Tiefe ausgebaggert
Auch im Innenbecken an der Steganlage haben sich Sandschichten festgesetzt. Das Becken soll auf 1,50 Meter Tiefe ausgebaggert werden. Kirsten Gehrke
Malchin.
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Eigentlich juckt es jeden Wassersportler jetzt in den Fingern. Die Temperaturen steigen, die Sonne lacht. Da wollen sie raus auf den See. Doch müssen sie wie alle anderen warten, bis die Saison auf dem Boot beginnen kann. Mit Corona ist eben alles anders. Eines aber fühlte sich fast wie ein Stück Normalität an. Beim Malchiner Seglerverein haben am Montag Arbeiten am Vereinshafen in Gorschendorf begonnen. Die sollen etwa drei bis fünf Tage dauern. Bevor der Löffel des Schwimmbaggers den ersten Schlick am Nachmittag herausholen konnte, hatten Dirk Bebenroth und Marcel Goltz, Maschinisten der Firma MV-Service aus Dargun, zuvor alles vorbereitet, die Technik startklar gemacht. Für den sonst drei Meter breiten Schwimmbagger mussten sie einen Ponton anbauen, um das Fahrzeug auf sechs Meter zu verbreitern. An den Außenseiten sorgen Rammen für die Standsicherheit. Mit dem Ausbaggern soll es richtig am Dienstag losgehen.

Als zuletzt vor knapp fünf Jahren der Hafen um acht Liegeplätze erweitert worden war, hatte man dabei die Sand-Wälle nicht weggemacht. Inzwischen seien diese so hoch, dass die Kielboote beim Anlegen in Schwierigkeiten kamen, erklärte Vereinsvorsitzender Jan Bröcker. Bei Niedrigwasser sei man kaum noch in die Boxen gekommen. Weil durch den Peenekanal vom Kummerower See bis Koesters Eck in Malchin über Sommer immer ein reger Boots- und Schiffsverkehr herrscht, hatten die Schiffe den Schlick nach rechts und links gedrückt, so dass sich immer mehr Sand vor den Boxen angesammelt hatte. Der Bagger muss sich sehr tief in die Wälle „hineinbeißen“, um den Schlamm herauszuholen. „Wir sind froh, dass jetzt eine Firma aus der Region diese Technik hat“, sagte Bröcker. Sonst hätten sie immer Unternehmen von der Ostsee holen müssen, wenn Baggerarbeiten nötig waren. Er freue sich, dass sich die Darguner diese angeschafft haben und ihnen somit helfen können.

Weitere Gefahrenquelle wird beseitigt

Außer den Sand-Wällen lässt der Seglerverein auch gleich sein Innenbecken der Steganlage ausbaggern. Dies sei im Moment gerade noch 10 bis 20 Zentimeter tief. Weil die Peene fließt, hätten sich im Ruhebecken Schichten abgesetzt. Jetzt soll das Becken eine Tiefe von 1,50 Meter erhalten. Darüber hinaus werde eine weitere Gefahrenquelle beseitigt. Zwei große Steine im Wasser am Quersteg sollen beseitigt werden, damit die Boote bei Niedrigwasser nicht mehr in Bedrängnis kommen. Zudem sollen an den Liegeplätzen drei marode Pfähle erneuert werden. Bisher waren diese provisorisch mit Rohren ausgebessert worden, sollen nun aber ausgetauscht werden.

Doch das sei nicht alles, was sich auf dem Vereinsgelände verändert. Bereits im Vorfeld sei die Toiletten-Anlage erneuert worden. Statt Plumpsklos wurden nun Dixi-Toiletten aufgestellt, die alle 14 Tage gereinigt werden sollen.

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