ROCK GEGEN KINDESMISSBRAUCH

Band „Lebenslaenglich” plant nächstes Benefiz-Konzert

Die Jürgenstorfer Band „Lebenslaenglich“ will weiter auf das Thema Kindesmissbrauch aufmerksam machen. Drei Gästebands werden auch mit auf der Bühne stehen.
Lukas Bartz, Manuel Hehlgans, Tim Röhrdanz und Maik Piontkowski (v. links) sind die Gruppe „Lebenslaenglich”.
Lukas Bartz, Manuel Hehlgans, Tim Röhrdanz und Maik Piontkowski (v. links) sind die Gruppe „Lebenslaenglich”. Zum vierten Mal laden die Musiker zum „Rock gegen Kindesmissbrauch” nach Jürgenstorf ein. Band
Jürgenstorf.

Das Thema ist aktueller denn je. Wenn die Musiker der Band „Lebens-laenglich“ von Missbrauchsfällen auf einem Campingplatz in Nordrhein-Westfalen oder von 13-jährigen Heimkindern als Prostitutionsopfer auf Mallorca hören, dann wissen sie, dass sie das Richtige tun und weitermachen müssen: gegen Kindesmissbrauch zu kämpfen.

Die vier jungen Männer machen das auf ihre Weise. Seit drei Jahren laden sie zum „Rock gegen Kindesmissbrauch“ nach Jürgenstorf. Die Gemeinde unterstützt diese Benefizveranstaltung. Am 14. März soll die Turnhalle im Dorf wieder zum Hexenkessel werden. Die Vorbereitungen sind längst im Gange und es steht fest, welche Gästebands in diesem Jahr kommen. Und wieder hoffen die Organisatoren, dass viele Spenden gesammelt werden.

Bands aus Malchin und Demmin dabei

Bei den ersten drei Veranstaltungen waren über 18.000 Euro zusammengekommen. Mit dem Geld förderte die Band die Arbeit des Vereins „gegen-missbrauch e.V.“ und will dies auch 2020 wieder tun, erklärt Bassist Tim Röhrdanz, der die Benefizaktion leitet. Alle Eintrittsgelder, Verkaufserlöse, Spenden von Firmen und Privatpersonen sollen an den Verein gehen. Dessen Vorsitzender Ingo Fock will nach seinem ersten Besuch im vergangenen Jahr auch diesmal wieder in Jürgenstorf vorbeischauen. Auf das allgegenwärtige, aber oft noch immer tabuisierte Thema Kindesmissbrauch könne gar nicht laut genug aufmerksam gemacht werden. Der Kampf dagegen sei leider anhaltend nötig.

Der Verein „gegen-missbrauch“ ist nach eigenen Angaben nicht nur Plattform für Betroffene und Überlebende von sexuellen Übergriffen auf Kinder, sondern leistet auch aktiv Hilfe, zum Beispiel bei der Beratung im Umgang mit Krankenkassen und dem Amts-Dschungel. Er vermittle Hilfsangebote in der direkten Umgebung der Opfer, begleite Betroffene zu Beratungsstellen, Polizei und Behörden sowie übernehme Therapiekosten. Auch werde in Schulen und Kindergärten aufgeklärt. „Darüber hinaus hat es sich der Verein zum Ziel gesetzt aufzuklären, Präventionsarbeit zu leisten und den Menschen eine Möglichkeit zu geben, sich aktiv gegen sexuellen Kindesmissbrauch zu engagieren.“

Für den vierten Rock haben sich die Musiker von „Lebenslaenglich“ drei andere Bands eingeladen. Eigentlich sollte auch „Zaunpfahl“ aus Teterow auf der Bühne stehen, aber nach Auflösung der Band musste eine neue Lösung her. Kurzfristig haben nun die altersgerechten Punkrocker von „SchwersterhÄrz“ aus Malchin zugesagt. Mit dabei sind auch „B.a.s.t.a.“ aus Demmin und „Enorm“ aus Berlin. Letztere sind in ganz Deutschland unterwegs und haben schon auf großen Bühnen und bei renommierten Festivals gespielt. Und natürlich will auch der Gastgeber „Lebenslaenglich“ die Halle zum Beben bringen. Nach den Auftritten der Bands legt diesmal DJ „Papa L“ auf. Zudem sind Tombola und Versteigerungen geplant.

 

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