BRANDSERIE BEI DARGUN

Bauer fürchtet wegen Brandstiftern um seine Tiere

Bei drei Bränden in Glasow bei Dargun sind mehrere Tonnen Futter vernichtet worden und noch immer ist der Brandstifter nicht gefasst. Bauer Markus Jänicke sieht seine Existenz gefährdet.
Kirsten Gehrke Kirsten Gehrke
Dreimal hat es in diesem Jahr bei der Agrar GmbH Glasow gebrannt. Solange der Brandstifter nicht gefasst ist, fürchtet Geschäftsführer Markus Jänicke um seine Tiere.
Dreimal hat es in diesem Jahr bei der Agrar GmbH Glasow gebrannt. Solange der Brandstifter nicht gefasst ist, fürchtet Geschäftsführer Markus Jänicke um seine Tiere. Kirsten Gehrke
Dargun.

Zu einer Brandserie in Glasow bei Dargun gibt es noch keine heiße Spur. Ein Brandstifter konnte noch nicht gefasst werden. Wie Polizeisprecherin Kathrin Jähner am Mittwoch sagte, laufen die Ermittlungen noch. Unterdessen macht sich bei Landwirt Markus Jänicke Angst breit. Dreimal hat es auf seinem Hof der Agrar GmbH Glasow in diesem Jahr gebrannt – am 9. Juni, am 20. August und zuletzt am 8. Dezember. Über 400 Heuballen und 280 Strohballen sind bei den Feuern insgesamt vernichtet worden.

Wenn nachts sein Diensthandy klingelt, wird Markus Jänicke jedes Mal unwohl und er ist hellwach. Sofort schießt ihm durch den Kopf: Brennt es wieder auf dem Hof? „Wir können nicht mehr ruhig schlafen“, sagt der 30-jährige Landwirt. „Die meiste Angst haben wir davor, dass den Tieren etwas passiert.“ Wenn ein Feuer auf den Stall überspringt, stecken sie in der Falle. Jänicke beschleicht jeden Tag aufs Neue ein ungutes Gefühl. Er weiß einfach nicht, ob da jemand dem kleinen Familienbetrieb schaden will, und hofft, dass so schnell wie möglich der Brandstifter gefunden wird. Solange die Polizei niemanden fasst, finden sie keine Ruhe.

Futter in diesem Jahr überall knapp

Der Schaden sei enorm. Einen Teil übernehme zwar die Versicherung, aber „Kühe können keine Geldscheine fressen“, sagt Jänicke. Futter ist in diesem Jahr überall knapp. Wer aus der Nachbarschaft könne, der helfe. 50 bis 60 Heuballen habe er nachkaufen können sowie 40 Strohballen. „Wir hoffen, dass wir mit dem Futter bis März kommen”, sagt der 30-Jährige. Wenn dann das Wetter gut ist, können die Rinder raus auf die Weide. Wenn es aber noch einmal brenne, wisse er nicht, ob sie die Kühe noch halten können und abschaffen müssen. Ihre Existenz wäre gefährdet.

Die Polizei fahre jetzt verstärkt Streife in Glasow, auch er selbst schaue nachts mehrmals nach dem Rechten, und die Nachbarn würden aufmerksam sein. Doch die Angst bleibt, die Angst, dass es wieder brennt.

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