Anlieger fordern Infos in Echtzeit

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Baustelle bei Teterow macht erneut Ärger

Der Straßenbau bringt es mit sich, dass zeitweilig gar nichts rollt. Darauf stellen sich betroffene Anlieger ein. Allerdings möchten sie zeitnah und genau informiert sein über die Einschränkungen.
Der Straßenbau bringt es mit sich, dass zeitweilig gar nichts rollt. Darauf stellen sich betroffene Anlieger ein. Allerdings möchten sie zeitnah und genau informiert sein über die Einschränkungen.
Eberhard Rogmann

Bei der Instandsetzung der B108 nördlich von Teterow knirscht es in der Kommunikation zwischen dem Baubetrieb und betroffenen Anliegern. Letztere haben jetzt einen Vorschlag.

Die Maschinen kehrten früher zurück, als gedacht. Und mit ihnen auch die Probleme der Anlieger an der Bundesstraße 108 nördlich von Teterow. Diese Straße erhält auf dem Abschnitt zwischen Matgendorf und Neu Heinde derzeit eine neue Asphaltdecke. Durch die Arbeiten ist die Straße immer wieder mal nicht befahrbar und muss voll gesperrt werden. Das Problem: Etliche Betroffene wussten nicht, wann dies der Fall sein würde. So war das Dörfchen Schwiessel in der Vorwoche plötzlich von der Außenwelt abgeschnitten.

Nun beklagte auch Carolin Sabelus, Lehrerin in Laage, dass die Information über die Baustelle „vorn und hinten nicht funktioniere.“ Sie selbst fährt aus Dalwitz über Polchow zur Arbeit. „Doch etliche unserer Schüler wussten nicht, wie sie zur Schule kommen und wieder zurück nach Hause.“

Karte im Internet nützt nichts

So habe sie versucht zu ermitteln, wann welcher Straßenabschnitt befahrbar ist. „Ich habe in Güstrow beim Landkreis angerufen, da konnte man mir keine Auskunft geben. Auf der Karte des Straßenbauamtes im Internet war auch nichts zu erkennen. Da ist die gesamte Baumaßnahme dargestellt in einem Maßstab, der keine Rückschlüsse auf die aktuelle Situation erlaubt“, schildert sie ihre Erfahrungen.

Die Homepage des Baubetriebs – Fehlanzeige. Die half ebenfalls nicht weiter. Warum eigentlich nicht? Laut Straßenbauamt sind die bauausführenden Firmen für die Information über Straßensperrungen infolge ihrer Tätigkeit in der Pflicht. Das macht Sinn, denn sie sind vor Ort und damit am nächsten dran an den betroffenen Bürgern. Und sie kennen den Baufortschritt in Echtzeit. Da dürfte es doch ein Leichtes sein, im Internet den aktuellen Stand auf der Baustelle abzubilden, meint Carolin Sabelus. Jeder könnte sich dann ohne großen Aufwand informieren.

Kommentare (1)

Woher in aller Welt soll ich denn wissen welcher Baubetrieb die entsprechende Baumaßnahme durchführt? Woher soll ich dann auch noch dessen Homepageadresse kennen? Und dann auch auch die entsprechenden Infos über Einschränkungen abfordern? Ist es nicht vielmehr auch und vordergründig die Aufgabe der Lokalpresse über diese Einschränkungen zeitnah und aktuell zu berichten? Statt dessen wird mal wieder, wie üblich, im Nordkurier mangelnde Information beklagt. Sollte er, der Nordkurier, nicht doch mal selber liefern mit einer entspechenden Informationsschnittstelle in der aktuellen Tageszeitung und im Internet??