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Beim Malchiner Treffen schlägt das Oldtimer-Herz höher

Kummerow war in diesem Jahr das Ziel der Oldtimer-Ausfahrt. Autos, Motorräder und Lkw stellten sich zum Foto-Shooting vor der historischen Anlage auf. Lediglich die Traktoren begnügten sich mit einer Rundfahrt durch Malchin.
Kummerow war in diesem Jahr das Ziel der Oldtimer-Ausfahrt. Autos, Motorräder und Lkw stellten sich zum Foto-Shooting vor der historischen Anlage auf. Lediglich die Traktoren begnügten sich mit einer Rundfahrt durch Malchin.
Torsten Bengelsdorf

In der Malchiner Waldarena nahmen am Wochenende etwa 450 altgediente Fahrzeuge Aufstellung. Zuvor hatten sich etliche Oldtimer auf eine ganz besondere Ausfahrt begeben.

Ein Engländer vor der barocken Schlossanlage von Kummerow – am Sonnabend war dies ein ganz besonderer Hingucker. Auf den Schlossplatz führte in diesem Jahr die Ausfahrt des Malchiner Oldtimer-Treffens. Veranstalter Jörg Steingraf vom Malchiner Marcus-Club hatte alle Mühe, die vielen Raritäten vom Motorrad, über Pkw bis hin zu den betagten Lastern auf dem Vorplatz des Schlosses unterzubringen.

Den schwarz-weißen Engländer hatte Uwe Nimtz mitgebracht: ein Morris Minor Baujahr 1957, 45 PS stark. „Das Besondere? Das ist zum Beispiel die Anhängerkupplung. Und dann hat er auch noch die Winker“, berichtete der ehemalige Teterower, der seit vielen Jahren in der Nähe von Lübeck wohnt. Zum mittlerweile 15. Oldtimer-Treffen nach Malchin war der 49-Jährige mit einem Anhänger an seinem Minor gekommen – einem Wohnwagen der Marke „Heimstolz“ aus DDR-Produktion.

Trabi-Vorläufer zum schönsten Pkw gekürt

Es seien wohl so an die 450 Fahrzeuge, die dann in der Malchiner Waldarena Aufstellung nahmen, schätzten die Veranstalter. Jörg Steingraf sowie Bert und Carsten Presche schauten sich alle genau an, um sie für die Prämierung zu bewerten. „Wir achten vor allem auf Originalität und Schönheit“, meinte Steingraf zu den Kriterien, nach denen schließlich ein P 70, Baujahr 1955, zum schönsten Pkw des Treffens gekürt wurde. „Ein richtig schöner DDR-Veteran“, fand Steingraf. Jahrelang hatte das Auto in einer Scheune in Güstrow gestanden. Pokale gab es auch für jeweils drei Traktoren, Motorräder und Lkw, die die Jury bei ihrem Rundgang überzeugt hatten.

Doch ein Besucher hatte am Sonnabend ganz besonderes Glück: Christian Lüders aus Lalendorf gewann bei der Tombola mit seiner Losnummer 1846 den Hauptpreis – eine MZ ETS 150, die zwischen 1969 und 1973 in der DDR gebaut worden war. „Ich habe schon eine kleine Sammlung von Motorrädern, da passt die ETS sehr gut mit rein“, freute sich der junge Mann.