25 Jahre war er Veranstaltungsleiter auf dem Bergring, 20 Jahre in der Speedway-Arena. Jetzt nimmt Adi Schlaak den Hut.
25 Jahre war er Veranstaltungsleiter auf dem Bergring, 20 Jahre in der Speedway-Arena. Jetzt nimmt Adi Schlaak den Hut. Thomas Koch
Abschied

Bergring Teterow braucht neuen Veranstaltungschef

Nur wenige Tage nach dem 100. Bergringrennen geht dem Teterower Motorsportclub einer der wichtigsten Männer verloren. Nach 25 Jahren verabschiedet sich der Veranstaltungsleiter.
Teterow

Davon hatte kaum jemand Notiz genommen. Der letzte Fahrer hatte am Pfingstsonntag gerade erst die Ziellinie überfahren, da machte sich Adi Schlaak mutterseelenallein auf zu einer Runde um den Teterower Bergring. Nein. Es war keine finale Bahninspektion, die ihn über den Kurs führte. Es war ein Abschied nehmen. Ganz für sich. In der Nord- und Südkurve, an den Sprechertürmen und am Hans Winkler Hang hielt Schlaak für einige Minuten inne. Was ihn in diesen Momenten bewegte, hat das Bergring-Original jetzt bekannt gemacht: der langjährige Veranstaltungsleiter des Rennens und Speedway Grand Prix zieht sich von seinen Aufgaben im Teterower Motorclub zurück.

Entscheidung nicht spontan getroffen

25 Jahre lang war er auf dem Bergring der Mann, bei dem alle Fäden zusammenliefen, in der Speedway-Arena am Kellerholz hat er es auf zwanzig Jahre als Veranstaltungschef gebracht. Jetzt sei es Zeit zu gehen, sagt er. Die Entscheidung habe er nicht aus dem Bauch heraus und schon gar nicht spontan getroffen. „Im Club habe ich es schon vor längerer Zeit kommuniziert, dass nach dem 100. Bergringrennen Schluss sein wird als Veranstaltungsleiter. Auch meiner Familie habe ich dieses Versprechen gegeben“, erklärt Schlaak. Nach den vielen Jahren im Dienste des Teterower Motorsports sei es seiner Ansicht nach an der Zeit, den Weg frei zu machen für die nächste Generation.

Auf Europas schönster Grasbahn und in der Speedway-Arena Akzente zu setzen, das sei ihm all die Jahre eine Herzensangelegenheit gewesen. Doch wer sich ein wenig mit so einer verantwortungsvollen Aufgabe auskenne, der wisse auch, dass diese Arbeit unheimlich viel Kraft und Energie koste, meint der scheidende Veranstaltungs-Chef. Und mittlerweile spüre er, dass er bei seiner Motivation und Kraft an Grenzen stoße. Als wichtigsten Meilenstein in seiner Arbeit als Vorsitzender des MC Bergring und als Veranstaltungsleiter betrachtet Adi Schlaak den Bau der Speedway-Arena im Kellerholz. „Die Bahn habe ermöglicht, dass es auch den Bergring heute überhaupt noch gibt. Die Synergien, die sich aus der Arena für die benachbarte Grasbahn ergeben, haben dafür gesorgt, dass der MC heute auf finanziell gesunden Beinen steht“, sagt er.

Im Club weiterhin aktiv sein

Den Rücken kehren werde er dem Club trotz seines Rückzugs aber nicht. Er sei ein Teterower Junge, wie Adi Schlaak gerne betont. Und auch für ihn gelte: „Einmal Bergring, immer Bergring“. Eben bloß nicht mehr in der ersten Reihe. Im Club werde er weiterhin aktiv sein und auch als Sportchef beim ADAC Hansa. Dort werde er nach wie vor alles daran setzen, um den Motorsport in Teterow und auch über die Region hinaus so gut wie nur möglich zu unterstützen. Wer nun in die Fußstapfen von Adi Schlaak tritt, das steht noch nicht fest. Der scheidende Veranstaltungsleiter weiß aber: Wer diesen Job in Zukunft macht, der muss schon ziemlich verrückt sein und vor allem ein ganz großes Herz für den Motorsport haben. Wenn es gewünscht wird, sei er gern behilflich bei der Suche nach seinem Nachfolger. Das habe er dem MC Bergring bereits angeboten.

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