INTERVIEW MIT STAVENHAGENER BÜRGERMEISTER

Bernd Mahnke entschuldigt sich für Alkoholfahrten

Stavenhagens Bürgermeister ist nach seiner zweiten Alkoholfahrt krankgeschrieben. Wie geht es jetzt weiter? Der Nordkurier hat mit Bernd Mahnke gesprochen.
Stavenhagens Bürgermeister ist nach seiner zweiten Alkoholfahrt krankgeschrieben
Stavenhagens Bürgermeister ist nach seiner zweiten Alkoholfahrt krankgeschrieben
Stavenhagen.

Herr Mahnke, Sie sind nun schon seit sieben Wochen krankgeschrieben. Wie geht es Ihnen derzeit?

Den Umständen entsprechend geht es mir relativ gut. Ich kämpfe und ich arbeite an einer schnellstmöglichen Einweisung in eine Klinik. Der Ort steht bereits fest. Ich stehe in stetigem Kontakt mit der Klinik. Man braucht für eine Einweisung jedoch eine verbindliche Zusage der Kostenträger. In einem Fall steht die noch aus. Sie müsste aber täglich bei mir eintreffen. Nachdem die Klinik die Unterlagen erhalten haben wird, hoffe ich auf eine schnellstmögliche Einweisung.

Was ist das für eine Klinik?

Es ist eine Klinik für stationäre Suchtbehandlung. Ich leide aber auch an einer psychosomatischen Erkrankung und an hohem Blutdruck.

Mit welchem Ziel gehen Sie in diese Heileinrichtung? Wollen Sie nach der Behandlung weiter als Bürgermeister arbeiten?

Mein Ziel ist es, schnellstmöglich wieder gesund zu werden. Es bleibt damit bei meiner persönlichen Erklärung vom 12. Dezember 2018, die allen Stadtvertretern vorliegt und in der steht, dass ich rasch gesund werden möchte, um meine Arbeit als Bürgermeister gemäß meinem Wählerauftrag fortsetzen zu können. Deshalb kann ich die angebliche Unklarheit bei dem einen oder anderen Stadtvertreter nicht nachvollziehen. Wer Fragen hat, sollte mich am besten anrufen.

Wie bewerten Sie den Wunsch einiger Stadtvertreter nach einem Rücktritt oder nach einer Beurlaubung des Bürgermeisters?

Dass der eine oder andere Stadtvertreter gleich zu Beginn meiner Erkrankung recht schnell auf die Frage nach einer möglichen Amtsenthebung gekommen ist, habe ich nicht gerade als fair und hilfreich empfunden. Ich weiß, dass der Landkreis dazu eine klare Position hat, dass meine beiden Alkoholfahrten im Bereich der Ordnungswidrigkeit nicht für eine Amtsenthebung ausreichen werden.

Nach meiner Auffassung hat die Stadtvertretung als Dienstherr auch eine Fürsorgepflicht. Davon habe ich aber seit dem 28. November so gut wie nichts wahrgenommen. Ich war auch schockiert, dass die stärkste Fraktion der Stadtvertretung mich aufgefordert hat, mich völlig aus der Arbeit in der Verwaltung herauszuhalten. Denn als Bürgermeister muss man regelmäßig Informationen bekommen, um weiter auf dem Laufenden zu bleiben.

Haben Sie aber nicht auch Verständnis dafür, dass die Stadtvertreter sich um die weitere Entwicklung der Stadt sorgen und wissen möchten, wie es an der Rathausspitze weitergeht? Schließlich haben Sie, Herr Mahnke, die Ursache dafür gesetzt, dass Sie als Bürgermeister derzeit nicht arbeiten können.

Mir ist natürlich klar, dass ich die Ursache dafür gesetzt habe. Ich habe auch ein gewisses Verständnis für die Stadtvertreter. Wenn der eine oder andere im Rahmen der Fürsorgepflicht als Dienstherr mich in der Zwischenzeit aber einmal kontaktiert hätte, dann wären die Missverständnisse sehr schnell ausgeräumt worden.

Wie schauen Sie heute auf ihre beiden Alkoholfahrten vom Juni 2017 und November 2018?

Die beiden Fahrten waren die größten Dummheiten meines Lebens, die ich sehr bedauere. Ich entschuldige mich dafür bei der gesamten Einwohnerschaft. Ich konzentriere mich nun voll auf meinen Klinikaufenthalt, bin hoch motiviert und mir sicher, dass ich bald wieder für die weitere Entwicklung unserer Reuterstadt zur Verfügung stehen werde.

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Kommentare (2)

Hatten Sie keine Zeit das Foto von Herrn Mahnke korrekt einzufügen oder ist der gute Mann wieder volltrunken und liegt auf der Seite?

… Herr Kruse hat mit dem etwa drei Minuten quer liegenden Herrn Mahnke nix zu tun, das war die Online-Redaktion, die den Bürgermeister aber sofort zu einem vernünftigem Bildformat verholfen hat. Einmal bitte F5 drücken, dann sollte alles wieder schick aussehen.
Viele Grüße
S. Langer
Redaktion