MALCHIN

Bewährungsstrafe wegen Messerattacke auf Bauhofarbeiter

Das Opfer überlebte die Attacke nur mit Hilfe einer Notoperation. Der Verurteilte indes ist Alkoholiker.
dpa
Mit Heckenschneiden im Gewerbegebiet waren Mitarbeiter des Stadtbauhofes beschäftigt, als es passierte. Ein 36-Jähriger wurde durch einen Messer-Stich schwer verletzt.
Mit Heckenschneiden im Gewerbegebiet waren Mitarbeiter des Stadtbauhofes beschäftigt, als es passierte. Ein 36-Jähriger wurde durch einen Messer-Stich schwer verletzt. Torsten Bengelsdorf
Malchin.

Für eine lebensgefährliche Messerattacke auf einen Bauhofmitarbeiter hat das Amtsgericht Neubrandenburg eine Bewährungsstrafe gegen einen 36-Jährigen verhängt. Der Mann ist der gefährlichen Körperverletzung und des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte schuldig, wie Richterin Tanja Krüske am Donnerstag sagte. Weil der Mann demnach Alkoholiker ist, verhängte das Gericht wegen verminderter Schuldfähigkeit eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten. Diese wurde für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Das Urteil ist rechtskräftig, da es alle Seiten im Gericht anerkannt haben. (AZ: 332 Ls 1370/18)

Das Opfer war im Februar 2018 mit Gehörschutz dabei, in Malchin (Mecklenburgische Seenplatte) eine Hecke zu beschneiden, als der Mann ihn ohne Vorwarnung niederstach. Der Geschädigte überlebte dank einer Notoperation. Der Verurteilte hatte erklärt, dass er damals an dem Ort war, aber sich wegen seiner Alkoholkrankheit nicht mehr an Einzelheiten erinnern könne.

Ähnliches galt für einen Einsatz von vier Polizisten, die wegen Lärms zu seiner Wohnung gerufen worden waren. Diese hatte der Mann beleidigt und attackiert. Das Gericht hielt dem Verurteilten zu Gute, dass er inzwischen abstinent geworden und nach Köln umgezogen sei und dort ein anderes Umfeld gefunden habe.

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