Die „Plauer Werder“ hat ihren Heimathafen in Demmin. Von hier aus will die Blau-Weiße Flotte nun auch Malchi
Die „Plauer Werder“ hat ihren Heimathafen in Demmin. Von hier aus will die Blau-Weiße Flotte nun auch Malchin erschließen. Kirsten Gehrke
Tourismus-Streit

Blau-Weiße Flotte will Malchin von Demmin aus erschließen

Mit ihrer Einschätzung zur Attraktivität und Bekanntheit Malchins hat sich Tourismus-Koordinatorin Angelika Groh nicht viele Freunde gemacht. Jetzt rudert sie zurück.
Malchin

Tourismuskoordinatorin Angelika Groh hat die Wahl des Standortes Demmin für das Ausflugsschiff „Plauer Werder“ verteidigt. Diese Entscheidung sei sorgfältig und in Rücksprache mit den Bürgermeistern der Städte Malchin und Demmin getroffen worden. „Der Standort Demmin hat sich aufgrund des jahrelangen Engagements von Kapitän Ingo Müller bereits ausgezeichnet für den Gruppentourismus aufgestellt und ist bei den Bus- und Reiseunternehmen seit Jahren fester Bestandteil des Busprogramms“, erklärte Groh.

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Ziel sei es, von dieser Basis aus die anderen Orte wie Malchin mit zu erschließen. Noch sei Malchin bei den Reiseunternehmen weniger stark bekannt. „Aber genau das soll und wird sich mit dem Engagement der Blau-Weißen Flotte und der Tourismuskoordinatorin in Kooperation mit den Touristikern, dem City-Manager und der Stadt positiv verändern“, zeigt sich Angelika Groh in einer Erklärung überzeugt.

Stadtvertreter mächtig verärgert

Zuvor war sie in einem Gespräch mit dem Nordkurier deutlicher geworden. „Malchin kennt noch gar keiner“, hatte sie sich dort beklagt und unter anderem die Ansicht vertreten, dass sich die Stadt erst noch zu einem attraktiven Ort entwickeln müsse. Das Donnerwetter auf diese Einschätzung folgte in der vergangenen Woche in der Malchiner Stadtvertreter-Sitzung. Groh arbeite seit sechs Jahren als Tourismuskoordinatorin auch daran, Malchins Tourismushafen „Koesters Eck“ bekannter und für die Schifffahrt lohnenswerter zu machen, sagte der UMB-Stadtvertreter Andreas Teggatz. „Mit ihrer Einschätzung kapituliert sie vor ihren eigenen Aufgaben“, schimpfte Teggatz und regte an, dass die Stadt ihr finanzielles Engagement für die Stelle der Tourismusmanagerin überdenken solle. Auch Bürgermeister Axel Müller (CDU) stellte klar, dass er die Ansichten von Angelika Groh nicht teile.

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Offenbar wollte die Tourismus-Managerin jetzt mit ihrer Erklärung Schadensbegrenzung betreiben. Sie distanziere sich von den geschilderten Inhalten, schreibt sie darin. Die Anfrage des Nordkurier, von was genau sie sich denn nun distanziere, beantwortete sie allerdings nicht.

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