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Bristower organisieren Fahrrad-Speedway

Spannende Rennen lieferten sich auch die Oldies im Bristower Linden-Stadion. Mit am Start zwei Motorsportler: Thomas Diehr und Reimar Schwinkendorf.
Spannende Rennen lieferten sich auch die Oldies im Bristower Linden-Stadion. Mit am Start zwei Motorsportler: Thomas Diehr und Reimar Schwinkendorf.
Simone Pagenkopf

Da geht die Post ab. Spannende Rennen, Jubel und Tränen - alles ist dabei bei dieser achten Auflage des Fahrrad-Speedways in Bristow. Und neue Ideen gibt es auch schon.

Die Tränen kullerten. Mächtig. Es war der letzte Lauf und dann dieser schmerzhafte Sturz. Henrika Petersen ließ sich aber nicht unter kriegen. Tapfer stieg sie noch mal auf ihr Fahrrad und rollte über die Ziellinie. Damit stand sie im Finale und der Beifall brauste auf, als sich das Mädchen aus Glasow bei den Amazonen sogar noch den Goldhelm holte. Die Trophäe beim Fahrrad-Speedway in Bristow.

„Fahrrad-Speedway ist ja leider keine Bristower Erfindung“, räumt Detlef Schmidt vom Bristowbäckerteam ein. „Es wurde schon in den 1920er-Jahren in England als Cycle-Speedway ausgetragen, erlebte seinen größten Aufschwung in den englischen Nachkriegsjahren.“ Aber immerhin ist es auch schon die achte Auflage, die das Bristowbäckerteam im heimischen Linden-Stadion organisierte.

54 Starter lieferten sich packende Rennen - die Jüngsten gerade mal drei Jahre alt bis hin zu den Oldies, unter denen mit Thomas Diehr und Reimar Schwinkendorf auch zwei gestandene Motorsportler antraten.

„Das hier ist eine tolle Sache. Man sieht, wer Ehrgeiz hat und wer den jetzt schon aufbringt, hat auch im Motorsport Chancen“, sagt Diehr. Vielleicht ja auch Thorben Krase? Der Achtjährige bekam im vergangenen Jahr den Pechvogelpokal. Als klar war, dass nach seinem Sturz „nur“ der Finger gestaucht war, ließ er sich mit dem Krankenwagen gleich zurück ins Stadion bringen. Diesmal kommentierte er wie ein alter Haase: „Das Glück war nicht auf meiner Seite. Aber im nächsten Jahr bin ich wieder dabei.“ Apropos nächstes Jahr: Da gibt es schon Ideen bei den  Bristowbäckern, ein Flutlichtrennen zu veranstalten. Jedenfalls für die Älteren. Jetzt aber erst einmal die Gewinner 2013: Die Goldhelme holten sich Jakob Neubauer in der A-Lizenz, Leon Brandt in der B-Lizenz, Henrika Petersen bei den Amazonen, also den Mädchen.

Den Wanderpokal gewann Jakob Neubauer, übrigens zum dritten Mal und damit gehört er ihm. Hartmut Ernst, Old Boy im Motorsport, versprach aber schon, im nächsten Jahr einen neuen zu stiften.  In der C-Lizenz (vier und fünf Jahre) siegte Finnley Passow. Das Oldie-Paarfahren gewannen Jonas Gernetz und Paul Heider.