Sommerferien am Teterower Gymnasium. Der Traum von einer neuen Bushaltestelle ist hier vorerst geplatzt. Aber nicht ganz.
Sommerferien am Teterower Gymnasium. Der Traum von einer neuen Bushaltestelle ist hier vorerst geplatzt. Aber nicht ganz. Thomas Koch
Kommunen

Bushaltestelle in Teterow ist Abgeordneten zu teuer

Die Bushaltestelle am Teterower Gymnasium wird vorerst nicht erneuert. Weil kein Fördergeld fließt, hat der Hauptausschuss dem Vorhaben eine Absage erteilt.
Teterow

Für die nächsten sechs Wochen kehrt erst einmal Ruhe ein im Teterower Gymnasium. Klassenräume sind verwaist, das Lehrerzimmer ist leer, die Klingel für Pausen und Unterrichtsbeginn ist abgestellt. Sommerferien. So ganz glücklich sind Schulleitung und Elternrat der Bildungsstätte aber nicht in die schulfreie Zeit gestartet. Noch vor dem letzten Klingelzeichen des Schuljahres erhielt das Gymnasium die Nachricht, dass die Erneuerung der Bushaltestelle und der Bau eines Unterstandes nicht in der Art und Weise umgesetzt werden, wie man es sich an der Schule gewünscht hatte. Der Hauptausschuss der Bergringstadt hat dem Projekt in der ursprünglich geplanten Form eine Absage erteilt. Das liegt aber nicht daran, dass die Abgeordneten grundsätzlich etwas dagegen haben.

Allerdings musste sich im Hauptausschuss der eine oder andere Stadtvertreter bei den veranschlagten Kosten schon gehörig die Augen reiben. Mit einer Summe von 154 000 Euro soll das Projekt zu Buche schlagen. Woran sich die Abgeordneten erzürnten, war vor allem, dass in diesen Kosten nicht ein einziger Euro Fördergeld enthalten ist. Ursprünglich war einmal von einer 70 prozentigen Förderung die Rede. Dass die Stadt die gesamte Summe nun alleine stemmen soll, das lehnten die Mitglieder des Hauptausschusses ab. Dass aus Schwerin kein Geld fließen wird, sei nach Aussage von CDU-Fraktionschef Matthias Hantel schon seit September des vergangenen Jahres bekannt. Er warf dem Bürgermeister vor, sich nicht gleich nach dieser Nachricht in die Spur gemacht zu haben, um in Schwerin oder auch beim Landkreis „Klinken zu putzen“, um sich um alternative Finanzierungsquellen zu bemühen. „Das ist Aufgabe der Verwaltung und das erwarte ich einfach von einem Bürgermeister“, so Hantel. Zumal sich das Gymnasium auch in Trägerschaft des Landkreises befinde.

Wichtigkeit in einem Brief unterstrichen

Wenige Tage vor der Hauptausschusssitzung hatte sich die Schule noch einmal mit einem Brief an den Bürgermeister gewandt und verdeutlicht, wie wichtig die Erneuerung des Bushaltestelle sei. Darin heißt es unter anderem: „Da die Mehrheit der Jugendlichen unseres Gymnasiums Fahrschüler sind, verbringen sie täglich vor Unterrichtsbeginn und nach Unterrichtsende viel Wartezeit an der Bushaltestelle. Da diese völlig ungeschützt liegt, sind die Lernenden, aber auch die weiteren Nutzer den herrschenden Witterungsbedingungen vor allem im Herbst und Winter schutzlos ausgeliefert, auch reguläre Sitzmöglichkeiten gibt es nicht“. Unterschrieben ist der Brief vom Schulleiter, der Vorsitzenden der Schulkonferenz und von der Schülersprecherin. Ganz im Regen stehen gelassen wird die Schule aber von der Bergringstadt nicht. Die Mitglieder des Hauptausschusses stimmten zu, dass auf Kosten der Stadt – die Rede ist von circa 20 000 Euro – zumindest ein Unterstand gebaut wird.

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