Demonstration

Corona-Protest in Gnoien erhält noch mehr Zulauf

175 Menschen gingen am Mittwochabend in Gnoien auf die Straße – mit Trillerpfeifen und Musik. Vor allem eine Corona-Maßnahme lehnten die Teilnehmer erneut kategorisch ab.
Vom Marktplatz aus setzte sich der Umzug durch die Stadt in Bewegung. Es war der zweite Gnoiener Protestabend gegen die Corona
Vom Marktplatz aus setzte sich der Umzug durch die Stadt in Bewegung. Es war der zweite Gnoiener Protestabend gegen die Corona-Maßnahmen. Torsten Bengelsdorf
Gnoien

Helfried Neudert war mit seiner Frau am Mittwochabend extra aus Sanitz nach Gnoien gekommen. In seiner Stadt gebe es ja solche Demonstrationen nicht. Da würden zu viele Beamte wohnen. Dabei ist der Sanitzer richtig sauer. Er dürfe nicht einmal mehr einen Angelschein machen, sei ihm mitgeteilt worden. Nur weil er nicht geimpft sei. Und dann seien da die Enkelkinder, die schon ganz rot um den Mund seien von dem ewigen Maskentragen.

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So wie die beiden Sanitzer schlossen sich am Mittwochabend etwa 175 Menschen der zweiten Gnoiener Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen an, das sind noch mehr als in der Vorwoche.

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Der Umzug führte wieder durch die ganze Stadt – ohne Zwischenfälle, wie die Polizei am Ende auch wieder feststellte. Daran änderte sich auch nichts, als sich eine offensichtliche Gegendemonstrantin dem Zug entgegenstellte. Versammlungsleiterin Anna Schlorff hatte zu Beginn aufgerufen, keine hetzerischen Parolen zu rufen, woran sich alle in der Menschenmenge auch hielten. Stattdessen waren Trillerpfeifen und Musik zu hören. Vor allem eine mögliche Impfpflicht lehnten die Demonstranten erneut kategorisch ab.

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