Nur mit spärlichem Licht mussten die Teilnehmer der Kundgebung am Sonntag in Malchin auskommen. In einigen Straßen
Nur mit spärlichem Licht mussten die Teilnehmer der Kundgebung am Sonntag in Malchin auskommen. In einigen Straßen sowie am Markt funktionierte die Straßenbeleuchtung nicht. Torsten Bengelsdorf
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Corona-Proteste in Malchin

In Malchin schlossen sich am Sonntagnachmittag erneut fast 300 Menschen einem Umzug durch die Stadt an. Die Route führte diesmal durch das Zachow-Wohngebiet.
Neukalen

Das neue Jahr hat gerade erst begonnen, da sind Kritiker der Corona-Politik wieder auf die Straße gegangen. In Malchin trafen sich am Sonntagnachmittag erneut fast 300 Menschen zu einem Umzug durch die Stadt. Das Motto auch diesmal: Frieden, Freiheit und Selbstbestimmung. Versammlungsleiterin Bärbel Krohn begrüßte die Teilnehmer über ein Megafon, nachdem es in der Vorwoche Ärger gegeben hatte, weil die Polizei den Lautsprecher eines ihrer Einsatzfahrzeuge zur Verfügung gestellt hatte. Allerdings waren auf diesem Wege lediglich die Regeln für den Umzug bekannt gegeben worden, auf die gerade auch die Polizei wert legt.

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Rufe aus der Menschenmenge

Bärbel Krohn rief am Sonntag die Teilnehmer dazu auf, auch in der Wortwahl umsichtig zu sein. „Ich wünsche mir, dass wir immer die richtigen Worte für die Gegenseite finden“, sagte sie. Der Umzug führte diesmal durch das Zachow-Wohngebiet. Immer wieder waren aus der Menschenmenge Rufe zu hören wie „Aufwachen“ oder „Auf die Straße, schließt euch an“. Für Verwunderung sorgte bei vielen Teilnehmern, dass in der Bahnhof- und Karl-Dressel-Straße sowie am Markt ausgerechnet zum Zeitpunkt des Rundgangs die Straßenbeleuchtung nicht funktionierte. Dennoch kam es zu keinerlei Zwischenfällen. So wurde zwei Tage nach Silvester während des Umzugs nicht ein einziger Böller gezündet. Am nächsten Sonntag sollten Pfeifen und Musikinstrumente mitgebracht werden, regte Bärbel Krohn zum Abschluss an. „Und vielleicht auch ein niveauvolles Plakat.“

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