STRAßENSCHÄDEN

Damm in Bewegung – Sperrung auf B108 bei Teterow

Noch ist die Bundesstraße von Teterow Richtung Waren nur für schwere Fahrzeuge gesperrt. Risse deuten darauf hin, dass sich die Fahrbahn in Höhe des Abzweigs Grambzow verschiebt.
Rissbildungen deuten darauf hin, dass sich die Fahrbahn verschiebt. Der Verkehr wurde auf der B 108 Nahe der Einmündung n
Rissbildungen deuten darauf hin, dass sich die Fahrbahn verschiebt. Der Verkehr wurde auf der B 108 Nahe der Einmündung nach Grambzow erst einmal eingeschränkt. Foto: Simone Pagenkopf Simone Pagenkopf
Teterow.

Für Lkw und überhaupt schwere Fahrzeuge ist die Bundesstraße 108 aus Teterow in Richtung Waren im Moment tabu. Nahe des Abzweigs nach Grambzow engen rot-weiße Warnbaken die Fahrbahn ein, sodass ein kurzer Straßenabschnitt nur einspurig passiert werden kann. Das Tempo ist hier auf 30 km/h zu drosseln. „Das ist notwendig“, sagt Manfred Borowy vom Straßenbauamt Stralsund. Bei besagtem Straßenabschnitt handelt es sich um einen Damm, der bis zu sieben Meter hoch ist. Risse hatten sich im Asphalt aufgetan. Alles deute darauf hin, dass sich die Fahrbahn verschiebt. „Es ist kompliziert, herauszufinden, was da wirklich passiert“, räumt Manfred Borowy ein.

Die Bundesstraße führt hier durch torfiges Gebiet. Die Schäden ließen auf Bewegung im Torf schließen, heißt es. Der sei erst sehr trocken geworden, dann folgte viel Regen, aber das Wasser konnte nicht so schnell aufgenommen werden, sodass sich vermutlich eine Blase gebildet habe. Als Folge könne es auch zu einem Böschungsabbruch kommen, so die Fachleute. Deshalb sei der Verkehr erst einmal reduziert und mit der teilweisen Sperrung zugleich versucht worden, ein Stück weit Gewicht und Vibration von der Straße zu nehmen. „Jeder Lkw, jeder Traktor schädigt den Damm weiter“, macht Manfred Borowy deutlich. Wenn sich die Fahrzeugführer nicht an die Einschränkung und die Umleitung halten, könne auch eine Vollsperrung nicht ausgeschlossen werden, merkt er an.

Hightech-Material soll Damm verdichten

Die werde es aber auf jeden Fall geben, wenn die Straße repariert wird. Geplant sei das ab der 48.  Kalenderwoche, also in der Woche ab dem 23.  November, heißt es aus dem Straßenbauamt Stralsund. Das genaue Datum stehe noch nicht fest. Entschieden wurde sich in dieser Woche für ein recht kompliziertes Verfahren, um den Damm zu stabilisieren. In den Asphalt sollen Löcher gebohrt und Lanzen gesetzt werden, durch die dann eine sogenannte Suspension in den Damm eingebracht wird. Von der Wirkung her könne man sich das vorstellen wie Bauschaum. Hier gehe es um Hightech-Material, das den Damm verdichtet. Den Fachleuten rauchen gerade die Köpfe, sind sie doch dabei, alles zu berechnen. „Wir hoffen, dass dann auch das Wetter mitspielt, weil wir wieder Asphalt einbauen müssen“, so Manfred Borowy.

Geplant seien für die Arbeiten rund drei Wochen. So lange werde die Bundesstraße in dem Bereich dann auch voll gesperrt. Danach soll die Straße wieder für alle in voller Breite befahrbar sein.

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