FRAGEZEICHEN BEI INVESTITIONEN

Dargun muss finanzielle Reserven anrühren

Vor März werden die Stadtvertreter in Dargun den Haushalt für dieses Jahr nicht beschließen. Eines aber wird schon deutlich.
Der Rundweg an der Klosteranlage ist erst vor wenigen Tagen fertiggestellt worden. Hier und da werden sicher noch Infotafeln,
Der Rundweg an der Klosteranlage ist erst vor wenigen Tagen fertiggestellt worden. Hier und da werden sicher noch Infotafeln, wie diese, ausgetauscht werden müssen. Kirsten Gehrke
Die Bewirtschaftung des Strandbades am Klostersee fällt der Stadt Dargun finanziell auf die Füße.
Die Bewirtschaftung des Strandbades am Klostersee fällt der Stadt Dargun finanziell auf die Füße. Kirsten Gehrke
Dargun.

Darguns Kämmerin Astrid Kerbstadt blieb noch ein wenig vorsichtig, welche Investitionen sich die Klosterseestadt in diesem Jahr leisten kann. Der Entwurf des Haushaltes stehe zwar und darin seien auch 36 Maßnahmen eingestellt. „Aber bestimmt wird es so nicht bleiben, weil nicht alles finanziert werden kann“, erklärte sie. Vor März rechnet sie nicht damit, dass die Stadtvertretung den Etat beschließen kann.

Sanierung der Brauereistraße

Derzeit wird der Plan in den Ausschüssen diskutiert, zuletzt im Hauptausschuss. Bei den Investitionen seien noch einige Maßnahmen, die bereits im vergangenen Jahr begonnen worden waren und jetzt fortgesetzt werden. Dazu zähle in zwei Bauabschnitten die Sanierung der Brauereistraße, über die eine ganze Reihe wichtiger Betriebe im Gewerbegebiet zu erreichen ist.

Auch die Arbeiten am Rundweg an der Kloster- und Schlossanlage liefen bis ins neue Jahr. Diese waren aber in der vergangenen Woche abgeschlossen worden. Die Teterower Baufirma rückte dort inzwischen ab. Gäste können jetzt barrierefrei die historische Anlage umrunden. Im Chorraum der Klosterkirche war ein Weg aus Granitplatten durch die Ruine verlegt worden. Vollständig beendet werden konnten im vergangenen Jahr auch noch nicht die Feuerwehrzufahrt in Levin sowie der Landweg zwischen Levin und Altbauhof im Zuge des Bodenneuordnungsverfahrens. Die Neubauter Straße indes wird neu gestaltet. Hier laufen derzeit die Arbeiten an Straße und Gehweg. Die Firma, die den Rundweg an der Schlossanlage gebaut hat, war hierhin weitergezogen. Welche neuen Investitionen in diesem Jahr hinzukommen, müsse erst noch durchgerechnet werden.

Für die Bürger hat Astrid Kerbstadt aber eine gute Nachricht. Die Stadt werde in diesem Jahr die Hebesätze für die Steuern nicht anheben. Das bedeutet unter anderem keine Erhöhung der Grundsteuer. Insgesamt werde der Haushaltsplan ausgeglichen sein und keine genehmigungspflichtigen Bestandteile haben, wie zum Beispiel die Aufnahme von Krediten.

Strandbad ist eine enorme finanzielle Belastung

Noch sei die Leistungsfähigkeit der Kommune gesichert. Aber die Rücklagen werden schrumpfen. Zwar bekomme Dargun aus dem Länderfinanzausgleich ein bisschen mehr Geld, habe aber hohe Ausgaben, zum Beispiel für die Kloster- und Schlossanlage sowie für die Bewirtschaftung des Strandbades. Finanziell falle das der Stadt auf die Füße. Die erhöhten Zuwendungen würden die Kosten nicht decken. Strukturell werde man sehen müssen, wie die Kommune das in Zukunft hinbekomme. Ein ausgefeiltes Konzept gebe es für das Strandbad noch nicht. „Aber die Saison in diesem Jahr können wir absichern“, so Kerbstadt.

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