Richtfest
Darguner Kita hat bald schon mehr Platz

Es war ja auch ein ziemlich großer Nagel, den die Bauleute Awo-Geschäftsführer Klaus Schmidt für das Richtfest zugedacht hatten.
Es war ja auch ein ziemlich großer Nagel, den die Bauleute Awo-Geschäftsführer Klaus Schmidt für das Richtfest zugedacht hatten.
Torsten Bengelsdorf

Die Stadt Dargun und die Arbeiterwohlfahrt haben ihre Ressentiments wegen des Kita-Ausbaus offenbar beigelegt. Das zeigte sich beim Richtfest am Donnerstag.

64 Hammerschläge waren schon nötig bis Klaus Schmidt am Donnerstagvormittag den symbolischen Nagel gleich unter der Richtkrone versenkt hatte. Ganz so einfach ist das Vorhaben ja auch nicht, das die Arbeiterwohlfahrt (Awo) im Oktober des vergangenen Jahres in Dargun begonnen hat und das nach Einschätzung des Awo-Geschäftsführers auch voll im Plan liegt. Mit einem Anbau in Form eines riesigen Hausbootes bekommt die Kita „Freiraum” mehr Platz, sodass auch 18 Hortplätze entstehen. Die waren im vergangenen Schuljahr in Dargun knapp geworden.

Der Anbau soll zum 31. Mai fertig sein, dann würden noch einige Umbauten im Haupthaus folgen, so dass der „Freiraum” dann zum Sommer hin über insgesamt 84 Plätze verfügt. „Wenn wir genügend Kinder haben, müssen wir uns um die Entwicklung unserer Stadt keine Sorgen machen”, sagte Darguns Bürgermeister Sirko Wellnitz, der gemeinsam mit Klaus Schmidt am Donnerstag bemüht war, ein positives Bild der Zusammenarbeit zwischen Stadt und Awo zu zeichnen. Noch beim Baustart im Herbst hatte es einige Misstöne gegeben, weil die Stadtvertreter vor einem Jahr einen Zuschuss für den Kita-Anbau abgelehnt hatten, der für einen EU-Förderantrag nötig gewesen wäre.

Anmeldungen für die neuen „Freiraum”-Plätze gebe es bereits, sagte der Awo-Geschäftsführer. Mehr noch: „Vielleicht haben wir sogar noch Bedarf an einer zusätzlichen Kita”, schloss Bürgermeister Wellnitz am Donnerstag nicht aus: „Wenn ich mir unsere großen Betriebe anschaue, dann sind da noch viele Arbeitsplätze frei, weil einfach Fachkräfte fehlen.” Außerdem habe die Stadt gerade den Planentwurf für ein neues Wohngebiet auf dem Sport- und Freizeitgelände auf den Weg gebracht, wo etwa 40 Wohnungen entstehen sollen. „Und mit den Bauplätzen wollen wir eben auch die entsprechende Infrastruktur samt Kita anbieten”, so Wellnitz.