SCHARMÜTZEL IN DER BÜTT

Darguner Narren teilen aus, Neukalener schießen zurück

Dass Darguns Büttenredner wegen seines Auftritts am Aschermittwoch beim Präsidententreff in Spornitz über die Nachbarn in Neukalen herzog, blieb natürlich nicht unbeantwortet.
Bauer Robert teilte in Dargun in Richtung Neukalen aus. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten.
Bauer Robert teilte in Dargun in Richtung Neukalen aus. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Torsten Bengelsdorf
Das neue Neukalener Zweigestirn in der Bütt: Brian Kasch (r.) und Henryk Beutz.
Das neue Neukalener Zweigestirn in der Bütt: Brian Kasch (r.) und Henryk Beutz. Thomas Koch
Mittendrin im Karnevalsgetümmel: der Landtagsabgeordnete Marc Reinhardt und der Gielower Tischler und CDU-Freund Klaus Si
Mittendrin im Karnevalsgetümmel: der Landtagsabgeordnete Marc Reinhardt und der Gielower Tischler und CDU-Freund Klaus Sievert. Thomas Koch
Die Herren des Männerballetts bewiesen einmal mehr, warum sie Landesspitze sind.
Die Herren des Männerballetts bewiesen einmal mehr, warum sie Landesspitze sind. Torsten Bengelsdorf
Neukalen.

Am Aschermittwoch, ja, da war wieder alles vorbei. Die Narren in der Mecklenburgischen Schweiz haben fertig für diese Saison. In Neukalen ist in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch Prinz Daniel verbrannt worden, in Gielow und Dargun wurde am Mittwoch das letzte Konfetti von den ausgelassenen Faschings-Partys zusammengefegt. Über das Ende der Karnevalssaison hinaus klingen dürfte allerdings ein kleines Scharmützel, das sich die Neukalener und Darguner Narren auch in diesem Jahr wieder geliefert haben. Die beiden Nachbarstädte pflegen schon seit Jahren eine gewisse Rivalität, bei der mal von der einen, mal von der anderen Seite gestichelt und ausgeteilt wird.

Im Fernduell standen in diesen Tagen Darguns Büttenredner „Bauer Robert“ und Neukalens neues Bütten-Zweigestirn Henryk Beutz und Brian Kasch. Das Neukalener Duo hatte am vergangenen Wochenende sehr aufmerksam vernommen, dass in der „Sandhasen-Stadt“ Dargun mächtig hergezogen wurde über die Neukalener Büttenspezialisten. Bauer Robert rühmte sich doch tatsächlich damit, dass er am Aschermittwoch beim Präsidententreffen in Spornitz ins halbe Fass steigen darf und dass die Neukalener ja noch mächtig was lernen könnten von ihm.

Narren-Reibereien haben Tradition

Die Antwort aus der Peenestadt ließ keine 24 Stunden auf sich warten. „Robert sagt, er darf auf dem Präsidententreffen sprechen, das wird sich für den Veranstalter rächen. Nein, keiner hat seine Klasse entdeckt. Wir denken, er hat nur Mitleid erweckt“, tönten die Neukalener ins zehn Kilometer entfernte Dargun und legten noch einen drauf: „Auf Präsidententreffen sieht man nur Leute rumeiern, die eh nicht richtig Karneval feiern. Auf solche Feste wollen die Neukalener nicht gehen. Wir müssen nicht wie die Darguner um Publikum flehen.“

Für die Jeckengemeinde in der Peenestadt war es ein Schenkelklopfer, was man in Dargun sicher ganz anders sieht. Wie auch immer. Solche kleinen Reibereien – sie gehören zum Karnevals-Geschäft wie die Dauerrivalität zwischen Deutschland und Holland im Fußball. Man teilt gerne mal gegeneinander aus, unter dem Strich hat man sich aber trotzdem lieb.

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