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Darguns neues Maskottchen ist da

Jürgen Hartwig zeigt den Prototyp des „Darguner Sandhasen“.
Jürgen Hartwig zeigt den Prototyp des „Darguner Sandhasen“.
Gerald Gräfe

Lange wurde gerätselt, wie der Darguner Sandhase wohl aussehen könnte. Die Grundschüler hatten da viele Ideen. Doch nun gibt es den Mümmelmann als Keramik.

Diese Frage beschäftigt Jürgen Hartwig schon eine ganze Weile: Warum werden die Darguner von ihren Nachbarn immer als „Sandhasen“ gehänselt? Und wie sieht ein echtes Hoppeltier dieser Spezis überhaupt aus? Das wollte der „Darguner Klostervogt“ dann schon ganz genau wissen und rief dazu einen öffentlichen Ideenwettbewerb aus. Doch es blieb zunächst recht ruhig.

Hatten die Einwohner der Klostersee-Kommune etwa kein Interesse an der Suche nach einem Maskottchen für ihren Ort? „Das kann man so nicht sagen“, kontert Hartwig und verweist auf angeblich 120 bei ihm eingegangene Vorschläge. Dabei räumt er allerdings ein, dass sie zumeist von den Kindern der Grundschule stammen. Nun hat eine Keramikerin eine Art Prototyp des „Darguner Sandhasen“ gebrannt – sandfarben gehalten, jedoch ansonsten nach der Gestalt des Mümmelmanns, wie diesen vor über 500 Jahren Albrecht Dürer malte. Das Hoppeltier soll bereits ab dieser Saison Werbung für die Kommune am Klostersee machen.

Der Begriff „Sandhase“ für die Darguner wird vor allem von den Nachbarn in Neukalen immer wieder gern genommen. Die Bezeichnung dürfte wohl schon an die 100 Jahre alt sein. Der Neukalener Gastwirtssohn Arthur Koch schrieb 1934 über die „Klaes“ seiner Heimatstadt, also über die Krähen. Dabei tauchten dann auch die Darguner Sandhasen auf, ebenso wie die Malchiner Piepgössels und der Teterow‘sch Häkt.