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Das Kandidaten-Quartett muss Farbe bekennen

Diese vier Kandidaten stellten sich den Fragen der Bürger: Imre Trebbin, René Malgadey, Andreas Hammermüller und Axel Müller (v. links).
Diese vier Kandidaten stellten sich den Fragen der Bürger: Imre Trebbin, René Malgadey, Andreas Hammermüller und Axel Müller (v. links).
Kirsten Gehrke

Wer hätte gedacht, dass so viele Malchiner neugierig auf ihre Bürgermeister-Kandidaten sind. Jedenfalls reichten die Stühle in der Turnhalle nicht aus. Einige der Besucher verfolgten stehend das Rededuell.

Der Besucher-Strom wollte am Mittwochabend nicht abreißen. Doch der Platz in der Turnhalle in der Malchiner Lindenstraße war begrenzt. Etwa 300 Menschen hatten dann das Glück, beim Wahlforum des Nordkurier dabei zu sein. Tatsächlich hätten es nicht mehr als 250 Leute sein dürfen. Alle 190 Stühle waren voll, wie auch die Bänke an den Seiten. Viele mussten stehend verfolgen, welche Argumente die vier Bürgermeisterkandidaten, nämlich Imre Trebbin, René Malgadey, Andreas Hammermüller und Axel Müller, hatten.

Chefreporter Torsten Bengelsdorf bedauerte es, dass auch einige Leute draußen bleiben mussten. Aber in eine größere Halle hätte der Nordkurier nicht einladen können, weil die Auswahl in Malchin nur klein sei. Die einzig größere Zachowhalle sei gesperrt. Dass so viele Malchiner zum Wahlforum kommen wollten, damit haben selbst die Kandidaten nicht gerechnet. Die Redaktion hatte sie im Vorfeld gefragt, mit wie vielen Bürgern sie zum Wahlforum rechnen würden. Imre Trebbin lag da noch am nächsten, schätzte 200 bis 250. Die anderen aber haben an wenigstens 150 geglaubt.

Einer will Optimismus verbreiten, ein anderer einiges aufbauen

Alle vier Männer, die ins Malchiner Rathaus einziehen wollen, sind Stadtvertreter, haben also mehr Macht als ein Bürgermeister. Warum wollen sie die aufgeben, war gleich die erste Frage. Andreas Hammermüller (CDU), der Bürgervorsteher ist, möchte sich neu orientieren. "Ein Einzelner ist nichts", meinte er. Im Parlament zähle die Gesamtheit. Ein oder zwei Abgeordnete könnten noch so gute Ideen haben, ohne Mehrheit gehe nichts.  Für René Malgadey (SPD) sei nicht die Macht allein entscheidend. Ein Bürgermeister müsse eine Verwaltung führen. Er glaubt, dass er im Rathaus mehr bewegen kann, als er es als Stadtvertreter tun könne. Imre Trebbin möchte mit den Malchinern zusammen einiges aufbauen. Und Axel Müller (Einzelbewerber), der einzige "Auswärtige", habe es überrascht, dass Malchiner ihn als Warener angesprochen haben, ob er nicht ihr Bürgermeister werden wolle. Das sei seine Hauptmotivation zu kandidieren, meinte er.Seine Aufgabe sei es, Optimismus zu verbreiten. „Das steckt andere mit an.“

Den Malchinern brannte so einiges unter den Nägeln. Sie stellten Fragen zu Themen, wie die Marktplatzgestaltung, die Zukunft des Tiergeheges, die Gestaltung der Spielplätze, die Betreuung der Senioren, die Zusammenarbeit mit Gewerbetreibenden. Auch die demografische Entwicklung kam zur Sprache. Hier bekam vor allem Axel Müller starken Applaus, weil er der Einzige war, der sich einen Anstieg der Einwohnerzahlen in den nächsten 20 Jahren vorstellen konnte.