GOJKO MITIC

DDR-Chef-Indianer kehrt nach Stavenhagen zurück

Nach 39 Jahren wird der Schauspieler Gojko Mitic erneut nach Stavenhagen kommen. Damals spielte er in einem Film über die Franzosenzeit. Dieses Mal schlüpft er in einer Lesung in die Paraderolle eines Indianers.
Der Schauspieler Gojko Mitic und der Autor Eberhard Görner nehmen die Zuhörer mit auf eine Reise ins Amerika des 18.
Der Schauspieler Gojko Mitic und der Autor Eberhard Görner nehmen die Zuhörer mit auf eine Reise ins Amerika des 18. Jahrhunderts. ZVG/Museum
Stavenhagen.

Gojko Mitic war immer der Chef-Indianer der DDR. Durch seine Rollen in vielen Defa-Indianerfilmen wurde er berühmt und unsterblich. Als Chingachgook, Tokei-Ihto, Ulzana oder Osceola begeisterte er vor allem die Kinderherzen im Osten Deutschlands. Doch er spielte auch viele andere Rollen, etwa in „Front ohne Gnade“, „Der lange Ritt zur Schule“ oder „Alma schafft sie alle“. Nach der Wende war er in „Forsthaus Falkenau“ oder über Jahre auf der Bühne der Karl-May-Festspiele in Bad Segeberg zu erleben.

Doch der deutsch-serbische Schauspieler und Regisseur hat auch schon einmal in Stavenhagen gedreht und ist deswegen für manche Einwohner auch persönlich kein Unbekannter. Auf einem Pferd sprengte er durch die Straßen, erinnerte der Stavenhagener Museumsdirektor Marco Zabel. Das war im Jahr 1981. Damals spielte Mitic aber keinen Indianer. Er war in die Rolle des Anführers der Chasseure (Fänger) geschlüpft und preschte in dem Streifen „Aus der Franzosenzeit“ zwischen dem Stavenhagener Schloss und dem Museum entlang. Übrigens für ZDF und ORF, wie Zabel weiß.

Reise ins Amerika des 18. Jahrhunderts

Im Februar wird Gojko Mitic nun wieder „live“ in Stavenhagen zu erleben sein. Gemeinsam mit dem Autor und Filmemacher, Professor Eberhard Görner, kommt der 79-jährige Schauspieler auf Einladung des Fritz-Reuter-Literaturmuseums am Freitag, dem 14. Februar, um 19 Uhr in den Stavenhagener Schlosssaal. Diesmal schlüpft Mitic aber doch wieder in die Rolle eines Indianers. Denn mit der Figur des Delaware-Häuptlings „Fliegender Pfeil“ hat Görner eine Paraderolle für Mitic geschaffen, der in der Lesung genau diesen Part übernimmt.

In seinem historischen Roman „In Gottes eigenem Land. Heinrich Melchior Mühlenberg – der Vater des amerikanischen Luthertums“ erzählt Görner aus dem dramatischen Leben jenes Mannes, der als Patriarch des amerikanischen Protestantismus gilt. Gemeinsam entführen Görner und Mitic ihr Publikum auf eine ebenso unterhaltsame wie spannende Reise ins Amerika des 18. Jahrhunderts.

Gastspiel um eine Woche verschoben

Angesetzt war die Veranstaltung zunächst für Freitag, den 7. Februar. Doch nun wurde Mitic kurzfristig zu einem Moskauer Filmfest eingeladen, informierte Zabel. Zusammen mit Eberhard Görner kommt er nun eine Woche später in die Reuterstadt, am Freitag, dem 14.  Februar. Bereits erworbene Karten behalten ihre Gültigkeit, können aber auch zurückgegeben werden.

Das Buch erschien im Jahr 2011, ein Theaterstück folgte im 2017. Der Eintritt zu der Lesung kostet 13 Euro. Die Tickets sind im Stavenhagener Museum erhältlich.

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