Gefährlicher Rauch?

:

Deponie-Brand in Rosenow sorgt weiter für Streit

Nach Wasserdampf sieht das wohl eher nicht aus. 
Nach Wasserdampf sieht das wohl eher nicht aus.
Lutz Reinhold

Eine Rauchwolke über der Müllhalde in Rosenow sei Wasserdampf vom Löschen gewesen, behauptet Kreisbrandmeister Norbert Rieger. Das sehen die Anwohner anders.

Alles nur Wasserdampf? Eine Einschätzung von Kreisbrandmeister Norbert Rieger, die Rauchwolke am 8. August über der brennenden Mülldeponie von Rosenow sei durch die Löscharbeiten entstanden, sorgt bei Anwohnern für Unverständnis. „Die weiße Wolke war gar nicht so weiß", meint etwa Lutz Reinhold aus Tarnow, der kurz nach dem Ausbruch des Feuers dichten, schwarzen Qualm über der Deponie fotografiert hatte, der wohl eher nicht vom Löschwasser ausging.

„Die Besorgnis der Bürger ist mehr als berechtigt. Es ist schon merkwürdig, dass die Beteiligten vor Ort, insbesondere die Leute, die Verantwortung tragen, versuchen, den Vorfall nach Möglichkeit unter den Teppich zu kehren”, erklärt Lutz Reinhold.

Trotz des schwarzen Rauches hatten die Einsatzkräfte, zu denen auch Rieger selbst als „Berater des Einsatzleiters” zählte, zunächst keine Veranlassung für eine Messung von möglichen Schadstoffen gesehen. Erst nach zwei Stunden war ein ABC-Erkundungstrupp nach Rosenow beordert worden. Da hatten sich schwarzer und weißer Rauch allerdings längst verzogen.