Früher Vogel
Der Belitzer Storch ist schon wieder da

Gelassen schreitet Adebar im Sonnenschein über das Ödland und erhascht hier und da einem Happen.
Gelassen schreitet Adebar im Sonnenschein über das Ödland und erhascht hier und da einem Happen.
Eberhard Rogmann

Wohl genährt und im gepflegten Federkleid steht er auf einem Acker – der Storch in Belitz. Er gehört landesweit zu den ersten, wie er besonders früh beweist.

Eigentlich gelten sie als Frühlingsboten – die Störche. Wenn sie mit ihrem weithin vernehmbaren Klappern die Ankunft vermelden, ist der Winter definitiv vorbei. Bei dem Belitzer Storch allerdings sind solche Prognosen höchst gewagt. Er gilt landesweit als einer der ersten Rückkehrer. Diesem Ruf wird er auch 2019 wieder gerecht.

Am Montag landete Adebar auf dem Nest. Die äußerlichen Zeichen standen tags darauf in der Tat auf Frühjahr. Im hellen Sonnenschein schritt der storch gelassen über einen Acker am Dorfrand. Hie und da pickte er nach einem Happen und ließ sich durch zwei Eurofighter im Tiefflug nicht aus der Ruhe bringen.

Der Storch stand schon im Schnee

Dass seine Ankunft aber das Ende des Winters einläutet, könnte sich als vorschnelle und falsche Folgerung erweisen. Denn der Belitzer Storch war vor einigen Jahren bereits am 20. Januar angekommen. Er trotzte auch schon dräunendem Winter, stand im hohen Schnee und eisig kalten Stürmen. Erst im vergangenen Jahr hatte sich eine Debatte entzündet, ob man ihn unter solch widrigen Bedingungen nicht durchfüttern sollte. Storchenbetreuer Wolfgang Schmidt hatte das abgelehnt. Bei aller Sympathie sei zu berücksichtigen, dass es sich um einen Wildvogel handelt. Die entwickeln eigene Strategien, um Notzeiten zu überstehen, argumentierte er.

In den kommenden Tagen indes dürfte Adebar in Belitz keine Schwierigkeiten mit der Witterung haben. Vielleicht gesellt sich bald schon die Störchin dazu. Zu zweit haben sie es dann allemal leichter.