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„Der Bergring will schon mit Köpfchen bezwungen sein“

Am kommenden Pfingstwochenende ruft der Bergring Teterow zur93. Auflage des Motorsportklassikers. Hans-Werner Ruge sprach mit dem Vorjahresgewinner des ...

Roberto Haupt (vorn) bei einem Speedwayrennen. Seine große Liebe gehört aber dem Bergring. [KT_CREDIT] FOTO: Ralf Dreier

Am kommenden Pfingstwochenende ruft der Bergring Teterow zur
93. Auflage des Motorsportklassikers. Hans-Werner Ruge sprach mit dem Vorjahresgewinner des „Grünen Bandes“, Roberto Haupt vom MC Nordstern Stralsund.

Roberto Haupt, welchen Stellenwert hat in Ihrer
bisherigen Karriere der
Gewinn des „Grünen Bandes“ 2012 – eine der zwei Haupttrophäen auf dem
Teterower Bergring?
Nach dritten Plätzen in den Vorjahren und Platz zwei beim „Goldenen Helm“ im Jahre 2002 war dieser Titel natürlich das bisher Größte auf dem Bergring. International war ganz sicher auch der Vize-Europameistertitel im Speedway-Paarfahren für mich ein Riesenerfolg.

Wie kamen Sie überhaupt zum Bahnsport?
Als gebürtiger Teterower Junge gab es von klein an zu Pfingsten mit der gesamten Familie nur ein Ziel, den Bergring. Als 14-Jähriger fuhr ich dann zuerst Moto-Cross und im Jahre 1997 in der B-Lizenz endlich auch mein erstes Rennen auf dem Bergring.

Welcher Bahnsportler ist Ihr größtes Idol?
Der absolut Größte war der leider viel zu früh verstorbene Engländer Simon Wigg. Sowohl auf den Langbahnen als auch beim Speedway hat er alles erreicht, den Bergring beherrschte er als einer der wenigen auf Anhieb.

In erster Linie fahren Sie heute Speedway. Das ist im Vergleich zum Bergring doch ein anderes Metier?
Auf den kurzen Speedwaybahnen heißt es alles oder nichts. Der Bergring will mit Köpfchen bezwungen werden. Man muss genau wissen, wo und wann man mit welchem Risiko erfolgreich attackieren kann. Der kleinste Fehler hat nämlich verhängnisvolle Folgen. Trotzdem kommt mir speziell eingangs der Nordkurve und in der Südkurve die Speedwayerfahrung zugute.
Fahrer aus 11 Nationen sind in diesem Jahr auf dem Bergring dabei.
Welches sind für Sie die stärksten Mitbewerber?
Natürlich zuerst die aktuellen Team-Weltmeister Enrico Janoschka, Matthias Kröger und Stephan Katt aus Deutschland, dann die englische Garde um Vorjahres-Bergringpokalgewinner Paul Cooper. Mit den Grand-Prix-Piloten Andrew Appleton aus Großbritannien und Dirk Fabriek aus den Niederlanden erwächst zusätzlich starke Konkurrenz. Auch aus Schweden, Norwegen und Dänemark tauchen neue Namen auf dem Bergring auf. Die Fans wird es freuen.

Wie sehen die nächsten
Tage für Sie aus?
Noch sind meine Motorräder eine große Baustelle. Mein langjähriger Tuner Alf Busk aus Dänemark liefert hoffentlich gute Motoren und dann heißt es in jeder freien Minute schrauben.

Welche Ziele haben Sie sich für Pfingsten auf
dem Teterower Bergring
gesetzt?
Natürlich möchte ich zu gerne meinen Titel verteidigen. Das Allerwichtigste ist aber, heil herumzukommen bei diesem schweren Kurs.