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Der Lindenweg von Dargun bleibt ewiges Sorgenkind

Die Anwohner am Lindenweg  sind verärgert. Die Staubbelästigung nimmt kein Ende.
Die Anwohner am Lindenweg  sind verärgert. Die Staubbelästigung nimmt kein Ende.
Gerald Gräfe

Staubwolken ohne Ende und eine „Waschbrett-Fahrbahn“: Darguns Rathaus zieht nun die Reißleine und will die Straße erst mal für den Durchgangsverkehr sperren. 

Glücklos hat die Stadtverwaltung  Dargun in Sachen Lindenweg gehandelt. Einmal mehr sollte hier die Piste verfestigen werden. Doch auch dieser Versuch mit Asphaltbruch ging in die Hose. Eine neue Qualität der Staubwolken – vor allem für die Bewohner der vormaligen Kegelbahn – machte Rathaus-Chef Karl Heinz Graupmann aus. Die erbosten Anlieger ließen sein Telefon schrillen.

Der aufgewirbelte Staub und die schlechte Fahrbahn sind ein Dauerthema. Besonders, seit das Gebäude der Kegelbahn nebst Gaststätte und Fitnessräumen für Wohnzwecke umgebaut wurde. Die Wohnungstüren grenzen zum Teil direkt an den Lindenweg. Dieser war ursprünglich nur ein sandiger Landweg für die wenigen leichten Gefährte der Ackerbürger. In den letzten 20 Jahren wurde der Weg immer mehr durch Material unterschiedlicher Art aufgeschüttet und verfestigt. Endergebnis: Die Fahrbahn ist zerfahren, ähnelt einem Waschbrett und der Staub wird durch die Fahrzeuge hoch aufgewirbelt. Für den Rathaus-Chef ist klar: „Wenn alle vernünftig fahren würden, nicht über 30 Stundenkilometer, wäre diese Belästigung nicht da.“ Doch das könne keiner kontrollieren. Zudem würden selbst die dicksten Laster den Weg nutzen, was so nicht vorgesehen war.

Dem will die Stadtverwaltung nun Einhalt gebieten: Kürzlich wurde eine Bitumen-Emulsion ausgebracht. Aber nur von der Einmündung in die Schulstraße bis zur Kreuzung mit der Diesterwegstraße. Dieser Belag soll dauerhafter halten, hofft Graupmann. Als zweiten Schritt schlug er vor, den Lindenweg von dort bis zur Gasstation am Plattenweg, den viele Kraftfahrer als Ortsumgehung nutzen, komplett für den Verkehr zu schließen. Außerdem soll der „Zubringer-Weg“ von der Kreuzung mit dem Hirtenweg bis zum Lindenweg geschlossen werden. „Hier ist dann kein öffentlicher Verkehr mehr möglich“, so Graupmann. Die Anlieger der Ex-Kegelbahn und Nutzer des Garagenkomplexes am Lindenweg würden uneingeschränkt ihre Zufahrt behalten.