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Dicke Rekordhalter auf der Liste

Diese Weiß-Tanne bei Neu Panstorf hat der Förderverein des Naturparks Mecklenburgische Schweiz vorgeschlagen für die Aufnahme in die Champion Trees.  FOTO: Templin

VonSimone PagenkopfZum 25. Mal jährt sich in Deutschland der Tag des Baumes. Darüber hinaus werden auch Champions gekürt.Teterow.Schneller, höher, weiter? ...

VonSimone Pagenkopf

Zum 25. Mal jährt sich in Deutschland der Tag des Baumes. Darüber hinaus werden auch Champions gekürt.

Teterow.Schneller, höher, weiter? Nicht nur daran misst man Champions. Auch an ihrer Dicke. Das wissen die Mitglieder des Naturpark-Fördervereins Mecklenburgische Schweiz genau. Ihr Ehrgeiz ist angestachelt. Natürlich wollen sie nicht selbst zulegen. Vielmehr liebäugeln sie mit der Initiative „Champion Trees“ und dabei geht es um nichts Geringeres als Rekord-Bäume, sprich um den jeweils stärksten Baum einer Art.
Die Deutsche Dendrologische Gesellschaft und die Gesellschaft Deutsches Arboretum haben diese Initiative als Gemeinschaftsprojekt aufgelegt. Und dort freut man sich über alle Daten, die gemeldet werden. Aus unserer Region gehören bisher zum Beispiel eine etwa 180-jährige Weiß-Esche, die im Schlosspark Remplin steht und einen Stammumfang von 3,67 Meter hat, sowie eine Einblatt-Esche im Park am Gutshaus Sommersdorf, 5,05 Meter dick und rund 250 Jahre alt, zu den Rekordbäumen. Jetzt hat auch Hans-Ulrich Kibbel einen ersten Baum im Namen des Naturpark-Fördervereins gemeldet. Und zwar eine Abies alba, zu deutsch Weiß-Tanne, im Revier Neu Panstorf. Ihr Stammumfang misst 4,30 Meter, hoch ist sie 45 Meter, der Kronendurchmesser beträgt acht Meter, alt ist sie etwa 200 Jahre. „Das ist für uns auch erst einmal ein Test“, sagt Norbert Templin vom Naturpark-Förderverein. „Wir haben noch drei weitere Bäume für die Champion Trees ausgeguckt“, verrät er. Darunter ein Spitzahorn, den es bisher in der Statistik des Landes M-V noch nicht gibt. Außerdem eine Silberlinde und eine Kornelkirsche.
Wer sich für die Champions interessiert, der wird im Internet fündig. Unter www.championtrees.de können Interessierte mehr über die Geschichte der Initiative erfahren und auch, wo zum Beispiel die dickste Rosskastanie oder der stärkste Taschentuchbaum zu finden sind. „Unsere Website über Champion Trees ist kein Selbstzweck. Große, alte, bedeutende und bemerkenswerte Bäume fassen wir vielmehr als eine Möglichkeit auf, den Menschen biologisches Wissen zu vermitteln, ihnen die Schönheit der Natur näherzubringen und Respekt für die Umwelt zu schaffen. Das ist einer unserer Beiträge zum Schutz der Bäume im Besonderen“, so die Initiatoren.

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s.pagenkopf@nordkurier.de