VERKAUF

Die Mühle in Ziddorf ist immer noch zu haben

Die Sommer-Saison steht vor der Tür, doch noch immer stehen die Ziddorfer Mühle und die Dahmener Jugendherberge leer. Doch jetzt gibt es Hoffnung.
Direkt an der B 108, der reizvollen Tangente entlang der Kurven der Mecklenburger Schweiz, liegt die Ziddorfer Mühle noch immer verwaist. Gibt es jetzt Hoffnung?  
Direkt an der B 108, der reizvollen Tangente entlang der Kurven der Mecklenburger Schweiz, liegt die Ziddorfer Mühle noch immer verwaist. Gibt es jetzt Hoffnung? Silke Voß
Ziddorf.

Es ist fünf vor der Urlaubssaison in der touristisch sanft aufstrebenden Mecklenburger Schweiz. Doch noch immer steht die Ziddorfer Mühle direkt an der B 108 still. Seit fünf Jahren schon versucht die Gemeinde Dahmen, das attraktive Objekt zu verkaufen. Das etwas unschöne Ende des Pacht-Intermezzos mit dem Mühlenverein jährt sich nun auch schon.

Doch jetzt gibt es – wieder – Hoffnung: Am Sonntag will sich Bürgermeister Philipp Maerz mit Interessenten aus dem Ruhrgebiet treffen, verriet dieser. Zu deren Plänen wisse er nach dem Termin mehr. Doch die Erfahrung hält das Gemeindeoberhaupt von verfrühtem Jubel ab: Sei doch erst vor Kurzem ein Kauf-Interessent aus der Teterower Region nicht zum bereits festgesetzten Notar-Termin erschienen. Zwar habe dieser ein neues Treffen vereinbaren wollen, doch auch dazu sei es bislang nicht gekommen, bedauert Maerz.

Kein Mangel an Interessenten

Und das Ansinnen eines Berliner Arztes, der sogar das Mühlrad wieder in Schwung habe bringen wollen, hatte sich kürzlich zerschlagen. Das Straßenbauamt hatte dem Plan, einen Abfluss vom Mühlenteich auf der anderen Straßenseite neu zu verlegen, von vornherein gebremst. Über einen Mangel an Interessenten aber könne die Gemeinde sich nicht beklagen. Die meisten hätten touristische Projekte im Visier gehabt, allerdings sei die Gegend in dieser Hinsicht noch nicht so gut erschlossen, so Maerz über einen weiteren Hinderungsgrund. Der doch noch erhebliche Sanierungsbedarf hätte potenzielle Käufer überdies geschreckt.

Möglicherweise auch die Kaufsumme: Für die rund 150 Jahre alte Wassermühle samt 10.000 Quadratmetern Park plus Bauerngarten standen für 150.000 Euro zur Disposition. Aus diesem Grunde jedenfalls hatte es sich auch der Ziddorfer Landschaftsgärtner Olaf Reimann nochmal überlegt. Obschon es für ihn sehr reizvoll gewesen wäre, sein Büro in dem Denkmal einzurichten, wie er gegenüber dem Nordkurier betonte. Die Gemeinde hatte im April den Preis noch einmal um 50 000 Euro gesenkt.

Ist das Areal zu groß?

Wohl eher die Zahl an Quadratmetern sei es wiederum, die Interessenten vom Kauf des nächsten reizvollen Gemeinde-Tafelsilbers abhält, vermutet Philipp Maerz: Der Dahmener Jugendherberge mit ihren fast 2000 Quadratmetern allein an Wohnfläche. Das einst zur Zuckerfabrik gehörende Denkmal versucht die Gemeinde seit bald zwei Jahren an den Mann zu bringen. Obwohl es an Liebhabern dieses imposanten Areals auch hier nicht mangeln soll. Mehr als die Hälfte von ihnen stamme aus Berlin, so Maerz. Die Bank bietet die voll erschlossene Immobilie „günstig“ an: Für 260.000 Euro.

 

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