Traurig

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Diebe klauen Weihnachtsgeschenke der Kinder

Nur einen Moment standen die aus dem Auto entladenen Geschenke unbeaufsichtigt im Hausflur in der Schillerstraße. Diese Gelegenheit nutzte der Dieb.
Nur einen Moment standen die aus dem Auto entladenen Geschenke unbeaufsichtigt im Hausflur in der Schillerstraße. Diese Gelegenheit nutzte der Dieb.
Eberhard Rogmann

Tränen in Kinderaugen. Eben von den Großeltern beschenkt, stehen zwei Jungs in Teterow plötzlich ohne ihre Gaben da, die nur kurz im Hausflur standen.

Kein gutes Ende nahm das Weihnachtsfest für Janet Müller aus Teterow und ihre Familie. Die junge Frau schwankt zwischen Wut und Ratlosigkeit, als sie am Lesertelefon des Nordkurier ihrem Herzen Luft macht. Ihren Kindern wurden nämlich die Weihnachtsgeschenke gestohlen.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag gab es eine Bescherung bei den Schwiegereltern für die Enkel im Alter von zehn und fünf Jahren. „Der Ältere erhielt ein Monopoly Super Mario und der Kleine einen Pinguin. Beide haben sich riesig über ihre Geschenke gefreut“, berichtet die Mutter.

Die Mutter hat noch einen Funken Hoffnung

Doch diese Freude sollte nicht lange währen. Als die Familie wieder zu Hause in der Schillerstraße ankam, wurde das Auto entladen. „Die Kartons stellten wir im Hausflur ab, weil wir nicht alles auf einmal hoch schaffen konnten“, schildert sie. Ihr Mann brachte das Auto auf den Parkplatz vor dem Haus und schaute noch in den Trockenraum im Keller. Als er die Treppe hoch kam, bemerkte er die leeren Kartons. „Da dachte er noch nicht an etwas Schlimmes, sondern meinte, die Kinder hätten die Geschenke selbst mit hoch genommen.“

Ein schwacher Hoffnungsschimmer keimte noch einmal auf. Vielleicht war der Sohn mit seinem neuen Geschenk ja gleich zu den Nachbarn rüber, um es stolz zu zeigen? „Nein, es war nicht an dem. Doch wir konnten gar nicht glauben, dass jemand den Moment, als die Geschenke unbeaufsichtigt da standen, nutzte, um sie zu stehlen. Mein Mann ist nochmal runter und hat selbst im Container nachgesehen – erfolglos“, sagt Janet Müller. Ihre Kinder sind am Boden zerstört und sie weiß nicht, wie sie die beiden trösten soll. Vielleicht, so ihre Hoffnung, erkennt der Dieb ja, was er angerichtet hat und gibt den Kindern die Geschenke zurück.