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Diesmal kontrolliert die richtige Polizei beim Biker-Treffen

Bisher waren es höchstens die netten Damen der "Promille-Polizei", die  darauf achteten, das Alkohol und Motorradfahren nicht zusammenkamen. In der nächsten Woche soll es beim Malchiner Biker-Treffen mehr ernst gemeinte Kontrollen geben.
Bisher waren es höchstens die netten Damen der "Promille-Polizei", die  darauf achteten, das Alkohol und Motorradfahren nicht zusammenkamen. In der nächsten Woche soll es beim Malchiner Biker-Treffen mehr ernst gemeinte Kontrollen geben.
Torsten Bengelsdorf

Eine Woche noch, dann startet in Malchin das 23. Mecklenburger Motorradtreffen. Bei der Vielzahl von Besuchern bleibt es nicht aus, dass es auch mal Ärger gibt. Doch diesmal will die Polizei wohl nicht mehr vom Rande des Festplatzes zuschauen.

So richtig wohl gefühlt haben sich die Jungs wohl nicht in Malchin. Dabei gehörten sie bis vor zwei Jahren noch zu den regelmäßigen Gästen des Biker-Treffens: Motorradfahrer von drei bis vier richtigen Rockergruppen steckten sich auf dem Zeltplatz ihr eigenes Terrain ab. Großen Ärger habe es nie gegeben, berichtet Veranstalter Reinhard Hassemer. „Doch die haben irgendwann gemerkt, dass es auf unserem Treffen doch eher familiär zugeht. Und das ist wohl auch der Grund, dass sie jetzt nicht mehr kommen.“

Ob es in den vergangenen Jahren wirklich immer so friedlich und gesetzestreu auf dem Festplatz im Hainholz zuging, ist allerdings schwer einzuschätzen. Immerhin hat die Stadt Malchin vor einigen Jahren ihre Unterstützung für das Biker-Treffen überdenken müssen, weil ihr der eingesetzte Ordnungsdienst nicht ganz geheuer war. Die Polizei dagegen ließ sich auf dem Platz kaum blicken. Privates Veranstaltungsgelände, hieß es stets. Da müssten die Organisatoren erst einmal selbst für Ordnung sorgen.

Wilde Fahrten über den Zeltplatz

Dabei soll es auch bleiben. Und trotzdem wird die Polizei in diesem Jahr genauer hinschauen. Vor allem in den Abend- und Nachtstunden des viertägigen Treffens will Malchins neuer Polizei-Chef Steffen Bühring mit zusätzlichen Kräften bereit stehen. „Bei Bedarf werden wir in kürzester Zeit auf dem Platz sein“, kündigt Bühring an. „Bei Verstößen auf dem Gelände werden wir reagieren."

So konsequent ist die Polizei in den Vorjahren offenbar nicht gewesen. Feuerwehr und Rettungskräfte berichteten immer wieder von wilden Fahrten mit dem Motorrad über den Zelt- und Festplatz und durch den anliegenden Wald, ohne dass jemand eingeschritten wäre.