Da geht´s hin. Und zwar nicht nur mit dem Finger auf der Landkarte. Am heutigen Abend fliegt der Gnoiener Weltenbummler
Da geht´s hin. Und zwar nicht nur mit dem Finger auf der Landkarte. Am heutigen Abend fliegt der Gnoiener Weltenbummler Thomas Schröder nach Peru, um sein Fahrradabenteuer fortzusetzen. Thomas Koch
Radfahren

Dritter Anlauf für das große Abenteuer

Aller guten Dinge sind drei: Der Gnoiener Weltenbummler Thomas Schröder startet seinen dritten Anlauf, um mit dem Rad den amerikanischen Kontinent zu durchfahren.
Gnoien

Das ist längst ein festes Ritual in der Familie Schröder. Bevor der Sohn wieder einmal auf Weltreise geht, kommt ein gutes Essen auf den Tisch. Den Entenbraten seiner Mutter hat sich Thomas Schröder am Wochenende gut schmecken lassen. Mit zweimal Nachschlag versteht sich. Schließlich wird es ja eine ganze Weile dauern, bis der Gnoiener wieder in den Genuss der deftigen Hausmannskost kommt. Am frühen Mittwochabend (12. Januar) hebt in Berlin sein Flieger ab in Richtung Südamerika. Ziel seines Fluges ist die peruanische Hauptstadt Lima. Von hier aus will der 38-Jährige den dritten Versuch starten, seine bereits zweimal abgebrochene Fahrradreise über den amerikanischen Kontinent endlich abzuschließen. Beim ersten Versuch machte ihm die Gesundheit einen Strich durch die Rechnung, beim zweiten Anlauf sorgte Corona im März 2020 für ein abruptes Ende des Abenteuers. Seinerzeit musste der Gnoiener sogar über ein Notprogramm der Bundesregierung aus Bolivien ausgeflogen werden. Jetzt soll es aber endlich klappen.

Gut versorgt sind auch die Haustiere

Die Sachen für seine Reise hatte er schon vor Tagen gepackt. Und dabei akribisch aufs Gewicht geachtet. 18,6  Kilo bringt seine Reisetasche samt Inhalt auf die Waage. Zwanzig Kilo Gepäck sind im Flugzeug erlaubt. Mit dabei hat er neben Bekleidung auch Fahrraddecken- und schläuche, eine kleine Notfallapotheke, Werkzeug und eine Solarladestation für seine Kamera und sein Handy. Gut versorgt weiß er auch seine Haustiere. Seine beiden Hunde und sein Hausschwein werden für die Dauer seiner Reise von Bekannten betreut und gefüttert. Seine vielen Fans will er in den nächsten Monaten natürlich Tag für den Tag auf dem Laufenden halten, wie er mit seiner Tour voran kommt und was er dabei erlebt.

Freude auf Wiedersehen mit Freund

Nach Ankunft in Lima setzt er sich aber nicht gleich aufs Rad. Hier freut er sich erst einmal, seinen peruanischen Freund Paul Mittac wiederzusehen, der ihm vor zwei Jahren bei den vielen Problemen seiner Reise immer wieder eine große Hilfe war. „Vier bis fünf Tage werde ich wohl in Lima bleiben und dann mit der Fahrt beginnen“, erzählt Schröder. Die soll ihn von Peru nach Chile und von da aus nach Argentinien führen. Das große Ziel ist immer noch die brasilianische Metropole Rio de Janeiro. Schröder ist froh, dem deutschen Alltag zu entfliehen. Denn schon lange kribbelt die Abenteuerlust wieder in ihm. Angst, dass ihm Corona abermals einen Strich durch die Rechnung machen könnte, hat er nicht. In Südamerika sei das Virus natürlich auch noch präsent, allerdings sei die Lage entspannter als in Europa. Auch dass am vergangenen Wochenende ein Erdbeben der Stärke 5,8 die peruanische Hauptstadt erschüttert hat, macht ihm keine allzu großen Sorgen.

Wann genau er sein Ziel Rio erreichen will, hat der Gnoiener noch nicht geplant. Er rechnet damit, dass er für die zirka 9000 Kilometer lange Strecke etwa bis Mai brauchen wird. Und eines ist schon jetzt gewiss: Sobald er wieder in Heimat ist, wartet auf ihn ein großer Entenbraten auf Mutters Küchentisch. Auch das gehört zum Ritual in der Familie Schröder.

https://www.nordkurier.de/mecklenburgische-schweiz/gnoiener-radelt-nun-doch-durch-amerika-2933571610.html

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