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DRK richtet in Jördenstorf Notunterkunft ein

Ehrenamtliche Mitglieder der Wasserwacht und des Betreuungszugs bauen die Feldbetten auf.
Ehrenamtliche Mitglieder der Wasserwacht und des Betreuungszugs bauen die Feldbetten auf.
Manuela Hamann

Der Landkreis Rostock erinnerte sich der leer stehenden Berufsschule in Jördenstorf. Der DRK-Kreisverband richtete hier eine Notunterkunft für 135 Flüchtlinge ein. Dazu wird auch Personal eingestellt.

Viele Klassenräume der Berufsschule Jördenstorf sind zu Schlafzimmern umgerüstet worden. Der Betreuungszug des Landkreises Rostock baute 135 Feldbetten auf, teilte Kay-Uwe Neumann, Sprecher der Landkreises Rostock, mit. Denn diese Schlafplätze werden für Flüchtlinge gebraucht, die wahrscheinlich schon in dieser Woche einquartiert werden.

Die Berufsschule ist seit dem Sommer geschlossen, weil der Unterricht nach Güstrow verlagert worden war. Die Einrichtung ist damit die zweite Notunterkunft im Kreisgebiet. Die erste gab es in Bad Doberan. Das DRK stellte die Betten des Katastrophenschutzes auf, sagt Manuela Hamann, Sprecherin des DRK-Kreisverbands Güstrow. Acht bis zehn Klassenräume seien für sechs bis zehn Personen hergerichtet. Dazu kämen noch kleinere Zimmer, in die wohl Familien einziehen könnten. Maximal könnten 150 Personen hier untergebracht werden.

Das DRK sorgte aber nicht nur für Schlafplätze. "Es gibt jetzt auch zwei Speiseräume und einen Ausgaberaum", berichtet Manuela Hamann. Eine Küche soll Anfang dieser Woche aufgestellt werden. Für die Betreuung und Versorgung werde das Deutsche Rote Kreuz noch vier pädagogische Betreuer und zehn Küchenkräfte einstellen. Die Betreuer würden bei der Eingewöhnung in Deutschland helfen, die Flüchtlinge beim Gang zum Arzt begleiten und vielleicht versuchen, schon Deutschkurse anzubieten. Die Köchinnen und Köche würden für warme und kalte Mahlzeiten sorgen. Bezahlen werde das alles der Landkreis.

Wahrscheinlich werden die Flüchtlinge aber nur bis März oder April in der Schule verbleiben, meint Kreissprecher Kay-Uwe Neumann. Denn in diesen Monaten soll der Umbau des Lehrlingswohnheims abgeschlossen sein. Die Asylbewerber könnten dann in die sanierten Räume umziehen.