Das Musikfest in Teterow war in der Vergangenheit immer ein riesiges Spektakel. Dieses Jahr wird es voraussichtlich nicht stat
Das Musikfest in Teterow war in der Vergangenheit immer ein riesiges Spektakel. Dieses Jahr wird es voraussichtlich nicht stattfinden. Eberhard Rogmann
Traditionen

Düstere Aussichten für Musikfest in Teterow

Teterow tut sich auch in diesem Jahr etwas schwer mit der Feierei. Das Hechtfest ist erst einmal verschoben. Das traditionelle Musikfest steht in den Sternen.
Teterow

Was Feste und Feierlichkeiten betrifft, sind die Teterower seit langer Zeit auf Entzug. Im Kalender muss man schon in das Jahr 2020 und da in den Monat Januar zurückblättern, um den Tag zu finden, als in der Bergringstadt das letzte Mal zusammen gefeiert wurde. Das war seinerzeit übrigens beim traditionellen Tannenbaumverbrennen am Grünen Weg. Ein wenig hoffnungsvoller sieht es in diesem Jahr schon mal aus. Zwar gibt es Ende Mai kein Hechtfest, dafür aber das Himmelfahrtsvergnügen in Teschow. Und auf dem Bergring soll es auch wieder rund gehen.

Ein großes Fragezeichen

Große Hoffnungen auf das Jahr 2022 haben die Fans der Schalmeienmusik gesetzt. Nachdem es vor zwei Jahren abgesagt und auch 2021 nicht stattfinden konnte, sollte die Bergringstadt in diesem Jahr endlich wieder Gastgeber für das mittlerweile 8. Musikfest sein, das im Zweijahres-Rhythmus von der Teterower Schalmeienkapelle organisiert wird. Ob auf dem Schulkamp im September aber wieder Orchester aus ganz Deutschland und sogar aus Dänemark, Schweden und Ungarn lautstark aufspielen, dahinter steht derzeit noch ein großes Fragezeichen. Ginge es nach Thomas Oestreich – der ist Vorsitzender des Schalmeienvereins – dann wären die Vorbereitungen auf die Fete schon in vollem Gange. Sind sie aber nicht. Denn unter seinen Mitstreitern gibt es zu dem Fest auch ganz andere Meinungen. Und die legen die Vorbereitungen derzeit auf Eis. „Im Verein gibt es die Auffassung, dass wir im Moment andere Sorgen haben, als die Organisation des Musikfestes und den Aufwand einfach nicht leisten können“, beschreibt Thomas Oestreich die Stimmung in den Reihen des Vereins. Ganz unbegründet sind die Einwände offenbar nicht. Die Corona-Krise hat auch den Teterower Musikern kräftig zugesetzt. Die Mitgliederzahl ist in den vergangenen zwei Jahren erheblich geschrumpft. Von ehemals dreißig Aktiven sind noch zwanzig übrig geblieben.

Ein halben Jahr Vorlauf nötig

Dass die Bergringstadt in diesem Jahr noch ein Musikfest erlebt, das hält Thomas Oestreich für sehr unwahrscheinlich. „Für so ein Fest braucht man mindestens ein halbes Jahr Vorlauf. Schließlich geht es ja nicht nur um das Organisatorische wie Programm, Festzelt und Technik, sondern auch um die Unterbringung unserer Gäste“, gibt er zu bedenken. Und dafür brauche man Zeit und natürlich auch das Personal. Ihn persönlich würde es sehr schmerzen, wenn die Fete in diesem Jahr nicht stattfindet. Schließlich sei das Fest so etwas wie sein „Baby“ und habe sich in der Vergangenheit fest im Veranstaltungskalender der Stadt etabliert.

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