IVENACK IN DER WAPPENROLLE DES LANDES

Eiche und Pferdekopf zieren das neue Wappen

Was könnte besser auf ein Ivenacker Wappen passen als eine Eiche und der Hengst Herodot! Denn vor allem durch die Tausendjährigen Eichen und durch Napoleons Pferd ist die Gemeinde bekannt.
Eckhard Kruse Eckhard Kruse
Innenminister Lorenz Caffier, Wehrführer Christian Dibowski und Bürgermeister Stefan Guzu (von links) mit dem Gemeindewappen.
Innenminister Lorenz Caffier, Wehrführer Christian Dibowski und Bürgermeister Stefan Guzu (von links) mit dem Gemeindewappen. Eckhard Kruse
Die Ivenacker Feuerwehrleute tragen das neue Wappen schon am Ärmel, stellte Lorenz Caffier fest.
Die Ivenacker Feuerwehrleute tragen das neue Wappen schon am Ärmel, stellte Lorenz Caffier fest. Eckhard Kruse
Die Schlossanlage von oben. Fast alle Ortsteile gehörten einmal zum Großgut Ivenack.
Die Schlossanlage von oben. Fast alle Ortsteile gehörten einmal zum Großgut Ivenack. Archiv
Aus der Ivenacker Pferdezucht am Marstall stammte der berühmte Hengst Herodot.
Aus der Ivenacker Pferdezucht am Marstall stammte der berühmte Hengst Herodot. Eckhard Kruse
Ivenack.

Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) übergab am Donnerstag der Gemeinde Ivenack offiziell die Genehmigung, ein eigenes Wappen zu führen. Es besteht aus einer Eiche, die an die berühmten Tausendjährigen Eichen erinnert, den Farben des ehemaligen Ivenacker Klosters und dem Pferdekopf des Herodot. Bei solchen Terminen lernte auch der Innenminister dazu. Dass der berühmte Hengst Herodot aus der Ivenacker Pferdezucht stammt, dass er von Napoleon beim Russlandfeldzug geritten worden sein soll und Generalfeldmarschall von Blücher das Pferd wieder von Frankreich zurück nach Ivenack gebracht hat, das wusste Lorenz Caffier bis zum Schreiben seiner Rede nicht.

„Da sieht man, wie eine kleine Gemeinde in Mecklenburg in die europäische Geschichte hinein wirken kann“, sagte Caffier zu den Gästen im Saal mit einem Augenzwinkern. Ivenack sei nun eine von 362 Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern, die ein eigenes Wappen führen und damit in die Wappenrolle des Landes eingetragen sind.

„Es ist für mich und für die Gemeinde ein historischer Tag“, betonte Bürgermeister Stefan Guzu. Mit dem Wappen hoffe er auf noch mehr Zusammengehörigkeitsgefühl der 1999 fusionierten Gemeinden Ivenack und Grischow, die damals Zolkendorf und Markow sowie Weitendorf und Goddin in die Ehe mit einbrachten. Bis auf Markow gehörten alle Ortsteile auch einmal zum Großgut Ivenack.

Die Feuerwehrleute waren die ersten, die sich mit dem Wappen anfreundeten. „Ich habe entschieden, dass alle dieses neue Abzeichen tragen werden“, betonte Wehrführer Christian Dibowski. Damit sei dann auch rein äußerlich die Trennung der beiden Feuerwehrstandorte in Grischow und Ivenack vorbei. Der Bürgermeister will nun das Briefpapier und das Gemeindesiegel ändern lassen. Im kommenden Jahr könnten vielleicht schon Schilder mit dem Wappen an den Ortsteilen angebracht werden.

zur Homepage