In der Eichenallee in Ivenack sind die umstrittenen Säuleneichen nun gefällt worden. Übrig geblieben sind die S
In der Eichenallee in Ivenack sind die umstrittenen Säuleneichen nun gefällt worden. Übrig geblieben sind die Stümpfe, die noch beseitigt werden sollen. Kirsten Gehrke
Baumfällung

Eichen in Ivenack gefällt – wie es jetzt weitergeht

In der Eichenallee in Ivenack sieht es jetzt kahl aus. Die umstrittenen Bäume in der Ortsdurchfahrt stehen nicht mehr.
Ivenack

Am Ende war es ein kurzer Prozess. Gerade mal einen Tag hat es gedauert, bis die umstrittenen Bäume in der Eichenallee in Ivenack gefällt und auch gleich geschreddert wurden. Nur noch Stümpfe erinnern daran, dass hier vor wenigen Tagen schlanke Säuleneichen in der Ortsdurchfahrt gestanden haben. Wie Bürgermeister Roy Lüth sagte, seien die Sägen zunächst bei den 20 Eichen angesetzt worden, die vier Linden sollen noch folgen.

Schäden an Gehwegen und Einfahrten

Inzwischen scheinen sich auch die Gemüter beruhigt zu haben. Im Vorfeld der Fällung der 24 Bäume hatte es Kritik gegeben und waren sogar rechtliche Schritte angedroht worden. Doch bei einer finalen Besichtigung vor Ort zusammen mit der Denkmalpflegebehörde des Kreises, der Alleenexpertin des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz) und dem Stavenhagener Bauamt war entschieden worden, dass die Bäume weichen müssen, weil sie große Schäden an Gehwegen und Einfahrten verursacht haben und die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben war.

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Als Nächstes sollen nun die Baumstümpfe aus der Erde herausgenommen und der Gehweg sowie die Einfahrten repariert werden. Das Kopfsteinpflaster soll raus und der Fußgängerbereich als glatte Fläche gestaltet werden. Ob Pflastersteine wie auf der Straße oder welche in Plattenform genutzt werden, werde noch im Detail mit der Denkmalbehörde abgestimmt, so Lüth. Schaffen möchte dies die Gemeinde in diesem Jahr. Wenn die Ortsdurchfahrt im Moment auch ein bisschen kahl aussieht – selbst die Ivenacker müssen sich erst an diesen Anblick gewöhnen –, soll die Straße wieder Alleecharakter erhalten.

Nun sollen es doch keine Linden werden

Eigentlich war geplant, dort Silberlinden zu pflanzen, aber nun soll doch wieder die gleiche Baumart, Pyramideneichen, neben dem Gehweg im Parkstreifen gepflanzt werden. Doch diesmal soll vorgesorgt werden, damit in ein paar Jahren nicht das gleiche Dilemma passiert und die Gehwegsteine nach oben gedrückt werden. Die Wurzeln der neuen Eichen werden einen sogenannten Wachsschutz, also eine Art Korsett erhalten, erklärte der Gemeindechef. Dadurch würden die Wurzeln nur in die Tiefe wachsen und nicht mehr in die Breite.

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