Brunnen-Betrachtungen

Ein Platz für die Lebensfreude wird gesucht

Die Malchiner wollen den Brunnen der Lebensfreude zurück. Daran kommt jetzt auch der Bau-Ausschuss nicht vorbei und diskutiert, wo die Skulpturen-Gruppe aufgestellt werden könnte. Die Überraschung: Eigentlich wurde das alles schon längst geklärt.
dpa
Ein Bild aus den letzten Tagen des Brunnens der Lebensfreude aus dem September 2001. Neben der Neubebauung ist er noch zu erkennen. Wenig später verschwand das Malchiner Wahrzeichen.
Ein Bild aus den letzten Tagen des Brunnens der Lebensfreude aus dem September 2001. Neben der Neubebauung ist er noch zu erkennen. Wenig später verschwand das Malchiner Wahrzeichen. Archiv
Malchin

Die Malchiner haben es so gewollt: Ein eindeutiges Votum bei der Nordkurier-Online-Abstimmung, Forderungen auf Facebook und viele Meinungen auf der Straße – der Brunnen der Lebensfreude muss zurück ins Stadtbild. Daran kam nun auch der Bau-Ausschuss bei seiner konstituierenden Sitzung nicht vorbei. Lothar Soldwisch, gerade zum Ausschussvorsitzenden gewählt, brachte das Thema gleich zur Sprache. Keine Frage, der Brunnen muss wieder aufgestellt werden, da stimmen ihm die Ausschussmitglieder zu.

Auch der Bürgermeister hat inzwischen reagiert und den Stadtbauhof beauftragt, die Funktionstüchtigkeit des Brunnens zu überprüfen. So wie viele Malchiner auch diskutierte der Bau-Ausschuss am Montagabend über einen neuen möglichen Standort. Auf dem angestammten Platz stehen heute Häuser. Doch auch auf dem Areal zwischen Kirche und Kino, wo viele Malchiner den Brunnen gern sehen würden, ist das nicht so einfach. Für die Freifläche gibt es einen Bebauungsplan. Sollte hier wirklich mal jemand bauen wollen, müsste der Brunnen wieder weg.

Schon damals wurde überlegt

Rathausmitarbeiterin Christa Pinno wies im Bau-Ausschuss darauf hin, dass es eigentlich längst einen Stadtvertreter-Beschluss gebe, nach dem der Brunnen im Stadtpark seinen Platz finden sollte. Wie es dazu kam, kann Torsten Gertz, der Vorsitzende des Heimatvereins, berichten. Die Stadt habe den Verein vor zehn Jahren gebeten, mit nach einem neuen Standort für die Skulpturengruppe zu suchen.

Von damals 16 möglichen Standorten hätten die Vereinsmitglieder schließlich den Platz gegenüber dem Eingang des Seniorenheimes favorisiert, erinnert sich Gertz. „Das Areal würde sich auch heute noch sehr gut als Standort eignen, zumal hier keine Bauvorhaben geplant sind und man nicht in einen provisorischen Zustand investieren müsste, wie es in der Innenstadt der Fall sein könnte“, meint der Vereinsvorsitzende.

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