Andrea Bentzien ist die neue Koordinatorin der Kontakt- und Informationsstelle zur Selbsthilfe. Sie ist jeden Montag im Tetero
Andrea Bentzien ist die neue Koordinatorin der Kontakt- und Informationsstelle zur Selbsthilfe. Sie ist jeden Montag im Teterower Büro. Nadine Schuldt
Vera Schiller (l.) von der Teterower Rheumagruppe hat mit der neuen Kiss-Koordinatorin Andrea Bentzien bereits einen ersten Ge
Vera Schiller (l.) von der Teterower Rheumagruppe hat mit der neuen Kiss-Koordinatorin Andrea Bentzien bereits einen ersten Gesprächstermin vereinbart. Nadine Schuldt
Kiss-Koordinatorin

Eine Neue bei der Hilfe zur Selbsthilfe

Selbsthilfegruppe in und um Teterow können sich wieder treffen und Termine planen. Das liegt nicht nur an einer neuen Regelung zur Corona-Pandemie.
Teterow

So langsam spricht es sich unter Selbsthilfegruppen herum: Die Kontakt- und Informationsstelle zur Selbsthilfe (Kiss) der Diakonie in der Außenstelle Teterow hat eine neue Koordinatorin. Längere Zeit war die Stelle unbesetzt. „Es hat seit meiner ersten ,Sprechstunde‘ in Teterow immer Besuch von Mitgliedern verschiedener Gruppen gegeben“, sagt die „Neue“ Andrea Bentzien. Teterow habe eine rege und breit aufgestellte Selbsthilfelandschaft. „Ich möchte mit den Leuten klären, wie der Weg in der Selbsthilfe gemeinsam weiter gehen kann“, erläutert die 57-Jährige.

Treffen unter 2G-plus-Regel möglich

Jeden Montag sei sie nun im Teterower Büro in der Predigerstraße anzutreffen, erklärt die ausgebildete Sozialpädagogin. Schließlich könnten Treffen in den Selbsthilfegruppen wieder starten. Das sei lange Zeit coronabedingt nicht möglich gewesen. „Die Treffen sind nun unter der 2G-plus-Regel möglich“, freut sich die Koordinatorin.

Insgesamt arbeitet die Kontakt- und Informationsstelle zur Selbsthilfe der Diakonie Güstrow derzeit mit etwa 130 Selbsthilfegruppen und -vereinen zusammen, die sich unter anderem mit Themen wie Sucht, psychische Erkrankungen, Behinderungen oder sozialen Themen befassen. Ihren Hauptsitz hat die Kiss in Güstrow, Außenstellen befinden sich in Bützow und Teterow.

Angebot zur Moderation

Sie sei von der Idee „Hilfe zur Selbsthilfe“ fasziniert, erzählt Andrea Bentzien. So leiste man nicht nur Hilfe beim Ausfüllen diverser Papiere, sondern berate und unterstütze auch Menschen, die eine Selbsthilfe-Gruppe gründen wollen. “Wenn es mit der Kommunikation in der Selbsthilfe-Gruppe nicht so klappt, dann kann ich auch die Moderation übernehmen, wenn es von den Mitgliedern gewünscht ist“, macht die Koordinatorin deutlich.

Andrea Bentzien weiß, wovon sie spricht. Schließlich ist sie schon seit vielen Jahrzehnten im sozialen Bereich tätig, arbeitete unter anderem schon bei der ambulanten Jugendhilfe, beim Arbeitslosenverband sowie 13 Jahre in der Landesfachstelle für sexuelle Gesundheit und Familienplanung. Nach einem privaten Schicksalsschlag wechselte sie schließlich zur Selbsthilfekontaktstelle.

Momentan sei sie dabei, sich in ihre neue Aufgabe einzuarbeiten. Aus diesem Grund und auch wegen der Corona-Pandemie könne sie leider noch nicht abschätzen, wie das Programm für 2022 aussehen wird. „Es wird aber Veranstaltungen geben“, sagt sie mit Blick auf die warme Jahreszeit.

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