Erste Hilfe in der Kirche

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Einen Defibrillator bedienen können die Stavenhagener jetzt

Dr. Thomas Hanff erklärte den Schulungsteilnehmern, wie ein Defibrillator funktioniert - dort, wo sonst gewöhnlich die Pastorin steht, im Altarraum der Stavenhagener Kirche. Foto: Kirsten Gehrke
Dr. Thomas Hanff erklärte den Schulungsteilnehmern, wie ein Defibrillator funktioniert – dort, wo sonst gewöhnlich die Pastorin steht, im Altarraum der Stavenhagener Kirche. Foto: Kirsten Gehrke
Kirsten Gehrke

Im ländlichen Raum werden Ersthelfer immer wichtiger, weil Rettungswagen oft nicht in 10 Minuten ankommen. Ein freiberuflicher Notarzt schult die Bevölkerung, und das auch in einer Kirche – wie jetzt in Stavenhagen.

Wenn „Yellow Submarine” laut in einer Kirche erklingt, dann muss keine Band in einem Konzert den Beatle-Song nachspielen. Der Takt eignet sich bestens, um Leben zu retten. Bei der Herzdruckmassage zum Beispiel. Wie das richtig geht, das lernten über 40 Stavenhagener, die sich in Erster Hilfe schulen ließen. Die übten nicht etwa in einem kahlen Schulungsraum, sondern in der Stadtkirche der Reuterstadt. Wo sonst üblicherweise Pastorin Melanie Dango steht, lagen im Altarraum etliche Dummys sowie Defibrillatoren. Dr. Thomas Hanff, früher leitender Notarzt im Rettungsdienst des Landkreises Demmin, erklärte, wie einfach es ist und jeder ein Leben retten kann. Im Gotteshaus das zu vermitteln, sei eine gute Idee gewesen, schließlich gebe es ja den Lazarus, eine biblische Figur, die von Jesus von den Toten auferweckt wurde. So ähnlich sei das bei der Reanimation ja auch. Dass das Thema dem freiberuflichen Notarzt sehr am Herzen liegt, das merkten die Teilnehmer daran, mit welcher Inbrunst er dafür warb. Anlass war die deutschlandweite „Woche der Wiederbelebung”.