Umleitung für Anwohner

Eisenbahn-Brücke in Teterow ab sofort voll gesperrt

Über die Wasserwerksbrücke soll niemand mehr laufen oder fahren. „Um die Bürger zu schützen“, wie es aus dem Teterower Rathaus heißt.
Simone Pagenkopf Simone Pagenkopf
Über die Teterower Wasserwerksbrücke wird schon lange diskutiert. Jetzt soll sie abgerissen werden.
Über die Teterower Wasserwerksbrücke wird schon lange diskutiert. Jetzt soll sie abgerissen werden.
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Teterow.

Die Wasserwerksbrücke in Teterow ist dicht – und zwar jetzt auch für Fußgänger und Radfahrer. „Wegen einer Gefährdung der Standsicherheit muss die Bergringstadt die Brücke vollständig sperren. Dieser Schritt ist unumgänglich, um die Bürger zu schützen“, heißt es aus dem Rathaus. Der Gutachter habe eindringlich darauf gedrängt, die Brücke zu sperren und sie umgehend abzureißen. Kein Statiker werde dafür mehr die Haftung übernehmen, lautete sein Fazit gegenüber der Stadt, der die Verkehrssicherungspflicht obliegt.

Über die Brücke wird in Teterow schon zwei Jahrzehnte lang diskutiert. Inzwischen spitzte sich die Situation zu. Der Beton an der Unterseite zeigt deutliche Korrosionsspuren. Eine Spezialfirma hatte schon ein Kunststoffnetz unter der Brücke gespannt, weil Betonteile herausgebrochen und auf die Bahngleise gefallen waren.

Neue Brücke wäre zu teuer

Dass die Brücke abgerissen wird, steht fest. „Zum jetzigen Zeitpunkt können wir aber nicht sagen, wann die Arbeiten beginnen und abgeschlossen sein werden, da es dazu umfänglicher Abstimmungen mit Dritten bedarf“, sagt Bürgermeister Andreas Lange (parteilos).

Fest steht jetzt auch, dass die Brücke aus Kostengründen nicht ersetzt werden soll. „Kosten von mittlerweile zirka 400.000 Euro sind der Allgemeinheit nicht vermittelbar“, so der Bürgermeister. Geplant waren für den Bau einer Ersatzbrücke 270.000 Euro, die im aktuellen Haushalt mit einem Sperrvermerk versehen wurden (der Nordkurier berichtete).

Betroffen sind 19 Anwohner, die die Brücke bisher zu Fuß oder per Rad als kürzeste Verbindung zur Stadt nutzen konnten. Jetzt ist die Umleitung über die Straße „An der Wolfskuhle“ und die B 108 in Richtung Von-Moltke-Straße ausgewiesen. Die Stadt bemühe sich, für die Anwohner eine fußläufige Verbindung zur Von-Moltke-Straße mit privaten Grundstückseigentümern zu erreichen, so der Bürgermeister. In der kommenden Woche sind die Anwohner zu einem Gespräch ins Rathaus eingeladen.

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Kommentare (2)

Dann findet sich doch schnell ein Trampelpfad an der Bürkratie vorbei......

Schnell durch die Hecke.......