GEFUNDEN

Entführte Jagdhündin "Biene" ist wieder zu Hause

Fünf Tage war Jagdhündin „Biene” verschwunden, und zwar nach einer Treibjagd bei Neukalen. Der Verdacht einer „Entführung” hat sich jetzt bestätigt.
Richard Machel hatte auch Plakate und Handzettel verteilt, um seine bei Neukalen verschwundene Jagdhündin "Biene" wiederzubekommen.
Richard Machel hatte auch Plakate und Handzettel verteilt, um seine bei Neukalen verschwundene Jagdhündin "Biene" wiederzubekommen. Torsten Bengelsdorf
Neukalen ·

„Biene” ist wieder zu Hause. Richard Machel ist überglücklich. So sehr hatte der 28-Jährige die zierliche „Biene” vermisst. Fünf Tage voller Sorge sind nun vorbei. Denn der Neustrelitzer bekam den entscheidenden Hinweis aus Zarnekow. Dort hat sich seine Vermutung bestätigt, dass das Tier entführt wurde. Während einer Treibjagd am Sonnabend im Kalenschen Holz bei Neukalen war „Biene” plötzlich verschwunden, keine Spur gab es mehr von ihr. Für den jungen Jäger war dies sehr ungewöhnlich. Er hatte gleich so eine Ahnung, dass jemand die Hündin mitgenommen hat. Und der Fall bleibt dubios. Am Mittwoch erreichte den jungen Mann ein anonymer Anruf von einer Person, die wissen wollte, wo sich „Biene” aufhält. Dieser habe sie gesehen und den „Entführer” auch angesprochen. Doch der habe die Hündin nicht herausrücken wollen.

Keiner Schuld bewusst

„Ich habe mich dann mit der Person getroffen”, erzählte Richard Machel. Beide hätten sie bei dem vermeintlichen Hundedieb in Zarnekow geklopft. Und tatsächlich, „Biene” war in dem Haus, lief freudestrahlend auf den 28-Jährigen zu.

Der Mann aber sei sich keiner Schuld bewusst gewesen. „Er war sehr uneinsichtig”, sagte Machel. Angeblich soll ihm die Hündin vor sein Auto gelaufen sein, sodass er sie mitgenommen habe. Er habe sie für seine Kinder behalten wollen. Auf die Frage, warum er das Tier nicht in ein Tierheim gebracht oder die Nummer an der Signalweste gewählt hätte, habe er nur geantwortet, dass die Hündin zu schade gewesen sei fürs Tierheim. Dann verstrickte er sich in Widersprüche. Zunächst habe er behauptet, der Hund habe gar keine Weste mehr angehabt, dann gab er offensichtlich zu, dass er das Signalgeschirr weggeschmissen hat. „Es war alles sehr merkwürdig.”

Richard Machel hat inzwischen Anzeige erstattet. Der Hündin geht es gut. „Ich habe sie wieder, ich bin überglücklich”, sagte der Neustrelitzer. Nur das zählt in diesem Moment.

 

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