STREIT UM PACHTVERTRAG

Erobern „Kobras“ doch noch die Waldarena Malchin?

Monatelang ist wegen des Pachtvertrages um die Spielstätte im Malchiner Hainholz gestritten worden. Die Vereinsspitze der Motoballer drohte sogar damit, sich in die Nachbarstadt Teterow zu verabschieden. Zum Jahresende wendet sich das Blatt nun offenbar.
Torsten Bengelsdorf Torsten Bengelsdorf
Bleiben die „Kobras“ in Malchins Waldarena? Pächter und der Motorsportclub scheinen sich allmählich anzu
Bleiben die „Kobras“ in Malchins Waldarena? Pächter und der Motorsportclub scheinen sich allmählich anzunähern. Doch für eine Einigung stehen auch noch einige Hürden im Weg.
Um die Waldarena ist in diesem Jahr heftig gestritten worden. Nun zeichnet sich eine Lösung ab, wie die Motoballer auch k
Um die Waldarena ist in diesem Jahr heftig gestritten worden. Nun zeichnet sich eine Lösung ab, wie die Motoballer auch künftig die Spielstätte nutzen und sogar ausbauen könnten. Torsten Bengelsdorf
Malchin.

Nach dem Rückzug des bisherigen „Kobra“-Vereins-Chefs Thomas Weggen scheint nun Bewegung in die Auseinandersetzung um die Malchiner Waldarena zu kommen. Der Motorsportclub „Kobra“ (MSC) möchte gern Hauptpächter der Arena werden, um mit Unterstützung des ADAC Fördermittel für den Umbau der Spielstätte zu erhalten. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der „Kobras“ habe dieser Wunsch jetzt erneut im Mittelpunkt gestanden, berichtet Bürgermeister Axel Müller (CDU), der als Gast an der Veranstaltung teilnahm. Die Stadt hatte es bisher abgelehnt, an dem bestehenden Pachtvertrag zu rütteln. Doch nun scheint es anders zu kommen: „Unser Vertragspartner hat die Bereitschaft signalisiert, unter gewissen Bedingungen seinen Pachtvertrag zugunsten des MSC ,Kobra‘ zu ändern oder aufzugeben“, erklärt Müller.

Vertragspartner ist Reinhard Hassemer, der jedes Jahr das Biker-Treffen in der Waldarena veranstaltet. Auch Hassemer war Gast auf der Mitgliederversammlung, auf der man sich aber geeinigt habe, sich öffentlich nicht zu äußern, wie er am Wochenende sagte.

Aus den Reihen der Mitglieder ist aber zu hören, dass sich Hassemer unter anderem darüber beschwert habe, dass er in all den Jahren, in denen die Motoballer jetzt die Waldarena nutzen, zu keiner Versammlung des Klubs eingeladen worden sei. Dabei soll sich Hassemer als einer der größten Sponsoren des Malchiner Motoballs sehen, da er den Platz einschließlich des Kassenhäuschens mietfrei zur Verfügung stelle. Hassemer soll auf dem Mitgliedertreffen außerdem verlangt haben, dass nach dem Rücktritt von Vereins-Chef Thomas Weggen ein neuer Vorstand mit wirklich kompetenten Leuten gewählt werde. Zudem habe er sich beklagt, dass der „Kobra“-Klub aus seinem zehnjährigen Jubiläum nichts gemacht habe.

Verweis auf Gespräch beim Bürgermeister

Hassemer hatte die Diskussion der letzten Monate um die Arena ganz schön zugesetzt, zumal der Eindruck entstanden war, dass er die „Kobras“ aus ihrer Spielstätte vertreiben wolle. Der amtierende „Kobra“-Vereins-Chef Robert Wenzlaff wollte sich am Wochenende ebenso wie Reinhard Hassemer nicht äußern und verwies auf ein geplantes Gespräch am 17. Dezember bei Bürgermeister Axel Müller, bei dem dann eine Lösung für den Waldarena-Pachtvertrag gefunden werden soll. Offen ließ Wenzlaff auf Anfrage des Nordkurier auch, ob der angedrohte Umzug der Malchiner Motoballer in die Speedway-Arena von Teterow nunmehr vom Tisch ist. Das Thema hatte im Sommer für heftige Diskussionen gesorgt. Am Rande einer Motoball-Begegnung im Juli in der Waldarena waren sogar Unterschriften für den Verbleib des Sports in Malchin gesammelt worden. Auch dürfte wohl eine Reihe von Sponsoren abspringen, wenn die Motoballer der Stadt Malchin den Rücken kehren sollten.

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