Mit dem Schneefall wurde es am Donnerstagnachmittag so wie hier auf der Landesstraße 20 zwischen Malchin und Neukalen ge
Mit dem Schneefall wurde es am Donnerstagnachmittag so wie hier auf der Landesstraße 20 zwischen Malchin und Neukalen gefährlich glatt. Mehrere Unfälle wurden am Abend gemeldet. Torsten Bengelsdorf
Winterdienst

Erstes Winter-Gastspiel legt Verkehr stellenweise lahm

Heftiger Schneefall hat am Donnerstagnachmittag vor allem auf der B 104 von Teterow bis hinter Malchin für erhebliche Behinderungen gesorgt.
Teterow

Leise rieselte der Schnee den ganzen Donnerstag vor sich hin. Am späten Nachmittag wurde es dann aber gefährlich. Der Schneefall wurde so heftig, dass nun auch die Straßen rutschig wurden. An mehreren Stellen ging dann zeitweise gar nichts mehr. Als erstes war am Donnerstagnachmittag der Panstorfer Berg erwartungsgemäß in Richtung Teterow dicht. Mehrere Lkw schafften die Steigung auf dem rutschigen Asphalt nicht mehr. Der Verkehr staute sich bis zum Ortseingang Remplin zurück. Auch mit Unterstützung der Polizei erreichten dann Räumdienste sowohl von der Teterower als auch von Malchiner Seite den Panstorfer Berg und machten ihn wieder befahrbar.

Mit Sommerreifen unterwegs

Auch im Stadtgebiet von Teterow kam am Nachmittag auf der B 104 der Verkehr zum Erliegen. Betroffen war laut Polizei die Poggestraße, wo einige Lkw stecken geblieben waren. Offenbar waren viele Autos auch noch mit Sommerreifen unterwegs. Erst am Abend ging es wieder voran.

Bei Unfall verletzt

Im Umfeld von Malchin meldete die Polizei gleich eine ganze Unfallserie. Auf der B 104 am Abzweig Duckow war ein Lkw in den Graben gerutscht. Ähnliches passierte auf der L 20 beim Neukalener Kiesberg. Zwischen Gielow und Demzin verletzten sich Pkw-Insassen bei einem Unfall in einer Kurve. Drei Unfälle nahm die Polizei in Malchin auf. Zusätzlich hatten die Beamten auch noch einen Unfall nach einem Vorfahrtsfehler am Neukalener Markt zu bearbeiten.

Mehr Sand als Salz gelagert

Für die Winterdienste in der Region war es der erste Härtetest in diesem Winter. Die Teterower Kommunaltechnik hatte am frühen Morgen um 3 Uhr den ersten Einsatz. In Teterow samt Ortsteilen und einigen Gemeinden sind die Mitarbeiter für zirka 180 Kilometer Straße zuständig. „Es lief gut“, schätzte Adolf Schlaak, Leiter der Kommunaltechnik, noch am Vormittag ein. „Wir waren darauf eingestellt und haben schnell reagiert. Jetzt müssen wir das Wetter beobachten, damit es, falls es zu Frost kommt, nicht zu Eisgebilden kommt.“ Eingelagert seien rund 400 Tonnen Sand und an die 150 Tonnen Salz. „Wir streuen aber nicht durchgängig, auch der Umwelt zu Liebe“, sagt Adolf Schlaak. „Wir verlassen uns auch auf die Schiebetechnik und streuen nur nach Notwendigkeit, Witterungslage und Gefahreneinschätzung. Manchmal eben auch nur Kreuzungsbereiche und Gefällelagen.“

Eiskruste soll vermieden werden

Als sich am Nachmittag die Lage verschärfte, legten die Kommunaltechniker ab 15 Uhr noch einmal los. „Wir sehen zu, dass wir das Gröbste runterschieben, damit sich, falls es friert, keine Eiskruste bildet”, so Adolf Schlaak. Geärgert habe ihn, dass eine Reihe Fahrzeuge noch mit Sommerreifen unterwegs sei. „Wir haben in Teterow fast eine Stunde gebraucht, um den Verkehr wieder fließend zu kriegen und unsere Arbeit weiter machen zu können.”

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