Nach derzeitigem Kenntnisstand der Polizei gerieten aus bislang ungeklärter Ursache rund 1000 Tonnen Plastikmüll in einem unterirdischen Lagerraum in Brand.
Nach derzeitigem Kenntnisstand der Polizei gerieten aus bislang ungeklärter Ursache rund 1000 Tonnen Plastikmüll in einem unterirdischen Lagerraum in Brand. Torsten Bengelsdorf
Die aus den umliegenden Gemeinden eingesetzten Freiwilligen Feuerwehren mit rund 60 Kameraden sind aktuell mit der Brandbekämpfung eingesetzt.
Die aus den umliegenden Gemeinden eingesetzten Freiwilligen Feuerwehren mit rund 60 Kameraden sind aktuell mit der Brandbekämpfung eingesetzt. Torsten Bengelsdorf
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen, da mögliches fahrlässiges Handeln durch Dritte gegenwärtig nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden kann.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen, da mögliches fahrlässiges Handeln durch Dritte gegenwärtig nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden kann. Torsten Bengelsdorf
Rauchgase

1000 Tonnen Plastikmüll in Stavenhagen in Brand geraten

In der Nacht brach im Lagerraum eines Stavenhagener Unternehmens für Müllverbrennung ein Feuer aus. Eine Kamera hatte plötzlich eine etwa 250 Grad heiße Brandstelle geortet.
Stavenhagen

Am frühen Donnerstagmorgen, kurz vor 3 Uhr, erhielt die Einsatzleitstelle der Polizei in Neubrandenburg die Mitteilung von der Rettungsleitstelle des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, dass es auf dem Gelände einer thermischen Abfallverwertungsfirma in Stavenhagen brennen soll.Umgehend eingesetzte Polizeibeamte des Polizeirevieres Malchin bestätigten den Brandausbruch in einer Lagerhalle der Firma EEW Energy from Waste in der Schultetusstraße.

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Nach derzeitigem Kenntnisstand der Polizei gerieten aus bislang ungeklärter Ursache rund 1000 Tonnen Plastikmüll in einem unterirdischen Lagerraum in Brand. Dieser Abfall ist für die weitere kontrollierte, thermische Abfallverwertung in dem Heizkraftwerk vorgesehen. Der Lagerraum ist grundsätzlich geschlossen, aber nicht hermetisch verschlossen, sodass derzeit Rauchgase entweichen. Ein eingesetzter Messwagen konnte vor Ort zum Glück keine giftigen Gase feststellen. Anwohner wurden zunächst darum gebeten, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Das Lager besteht aus einem teils unterirdischen Bunker. Dort habe die Kameraüberwachung plötzlich eine etwa 250 Grad heiße Brandstelle geortet und Alarm ausgelöst. Mit der eigenen Löschanlage im Bunker und den aus den umliegenden Gemeinden eingesetzten Freiwilligen Feuerwehren mit rund 60 Kameraden konnte der Brand nach mehreren Stunden am Morgen gelöscht werden, wie ein Sprecher des Betreibers der Anlage, der EEW Energy from Waste GmbH (Helmstedt), sagte. Es gebe aber noch eine Brandwache.

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Das Heizkraftwerk, das an der Bundesstraße 194 am Stadtrand steht, konnte mit kurzzeitiger Hilfe von Heizöl weiterlaufen, so dass die Rauchgasreinigung auch bestehen blieb. Verletzt wurde niemand. Es sei kein nennenswerter Schaden entstanden. Der Rest soll in der mindestens 850 Grad heißen Verbrennungsanlage noch verwertet werden.

Der Bunker hat ein Fassungsvermögen von 1500 bis 2000 Tonnen Restmüll-Brennstoff, der von einer nahen Mülldeponie angeliefert wird. Dabei handelt es sich unter anderem um Folien, holzartiges Material, Plastik, Papier und andere „heizwertreiche Teile“ des Hausmülls, die auf der Deponie Rosenow ausgesiebt und dann in dem Kraftwerk verbrannt werden.

Nach derzeitigen Erkenntnissen, geht die Polizei von einer Selbstentzündung aus. Die polizeilichen Maßnahmen sind abgeschlossen.

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